12. März 2010 18:46
Zudem waren die Lagerbestände der Unternehmen im Jänner unerwartet stabil
geblieben. Die Einzelhandelsumsätze waren im Februar hingegen überraschend
gestiegen. Zu den Gewinnern zählten in Europa vor allem Aktien aus der
Industriegüter- und Service-Branche sowie Bankenwerte, während Papiere aus
dem Pharmasektor am wenigsten gefragt waren.
Der Euro-Stoxx-50 legte um minimale 0,09 % zu auf 2.898,36 Punkte. Auf
Wochensicht bedeute dies ein Plus von 0,73 %. Der CAC-40 aber sank um 0,04 %
auf 3.927,40 Zähler. Der Londoner FT-SE-100 rückte um 0,15 % auf 5.625,65
Punkte vor. Unter den Finanzwerten stiegen im Auswahlindex der Eurozone Credit
Agricole, Unicredit, Assicurazioni Generali und Intesa
SanPaolo zwischen 0,8 und 1,4 %. In London waren die Titel der Royal
Bank of Scotland (RBS) mit plus 4,98 % auf 42,57 Pence sehr gefragt.
Papiere der Lloyds Banking Group gewannen 3,41 %.
Im Euro-Stoxx waren die Titel von Nokia der Favorit. Sie kletterten
um 1,98 % auf 10,80 Euro. Das Unternehmen hält an seinem Ausblick für das
laufende Jahr fest. Nach wie vor rechnet der weltweit mit Abstand größte
Handyhersteller für 2010 mit einem Wachstum des Handymarktes von rund zehn
%. Seinen Marktanteil bei den Geräteverkäufen will Nokia dabei stabil halten.
Dagegen zählten die Aktien von Eni mit minus 1,97 % auf 17,44
Euro zu den schwächsten Werten. Der italienische Öl- und Gaskonzern hatte
sein Produktionsziel gesenkt. Unternehmenschef Paolo Scaroni sagte, das
Raffinerie-Geschäft werde weiterhin schwach bleiben mit geringen
Gewinnmargen. Dieser Entwicklung wolle Eni mit einer Senkung der
Betriebskosten gegensteuern.
Am Indexende sackten die Papiere von Carrefour um 3,03 % auf 35,855
Euro ab. Die Credit Suisse hatte die Titel des Einzelhandelskonzerns von
"Neutral" auf "Underperform" abgestuft. Im Pharmasektor
gaben vor allen die Roche-Aktie nach enttäuschenden Studiendaten zu
Avastin um 3,02 % auf 173,40 Schweizer Franken nach. Der Pharmakonzern hatte
mit einer Phase-III-Studie den primären Endpunkt bei Prostatakrebs verfehlt.
Die Bank Vontobel senkte daraufhin das Kursziel von 215 auf 210 Franken.
"Das Scheitern von Avastin bei Prostatakarzinom ist enttäuschend und
veranlasst uns, die Erwartungen an den Spitzenumsatz um etwa 650 Mio.
Franken zu reduzieren", schrieb Analyst Andrew Weiss, beließ aber die Aktie
auf "Buy". In London gaben Anteilsscheine von AstraZeneca um 0,37 % nach.
In London wiederum schnellten die Titel von British Sky Broadcasting
um 5,00 % auf 589,00 Britische Pence nach oben. Händler verwiesen auf
Spekulationen, wonach der Großaktionär Rupert Murdoch den Bezahlsender
komplett übernehmen könnte.
ATX +0,80 % / DAX +0,28 % / FT-SE-100 +0,15 % / CAC-40 -0,04 % / SPI -0,16 %
/ FTSE MIB +0,11 % / IBEX-35 +0,29 % / AEX +0,16 % / BEL-20 +0,45 % / SX
Gesamt +0,94 % / Euro-Stoxx-50 +0,09 %