16. März 2010 18:37
Die wichtigsten europäischen Aktienbörsen haben am Dienstag mit Gewinnen
geschlossen. Nach einem etwas höheren Start in der Früh tendierten die
Märkte bis gegen 16.00 Uhr allerdings nur seitwärts. Erst die Bestätigung
des Ratings "BBB+/A-2" für Griechenland durch Standard & Poor's sorgte für
eine späte Aufholjagd. Laut der Ratingagentur seien die Sparmaßnahmen
angemessen, um die angestrebte Reduzierung des Haushaltsdefizits zu
erreichen und einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit zu entgehen.
Bankenwerte gehörten zu den größten Gewinnern. Nach Einschätzung von
Volkswirten dürfte die US-Notenbank am Abend weitere Signale für unverändert
niedrige Leitzinsen in den kommenden Monaten geben. Die Aussicht auf eine
längerfristige günstige Finanzierung der Geschäftsbanken durch die
Zentralbanken sorgte für Kauflaune bei Finanztiteln, so ein Marktteilnehmer.
Aktien von Credit Agricole führten mit plus 3,57 % auf 12,335 Euro
die Gewinnerliste im Euro-Stoxx-50 an. BNP Paribas verteuerten sich
um 2,31 % auf 57,48 Euro.
Noch deutlicher stiegen aber die Titel der Autohersteller. Laut dem
Herstellerverband ACEA konnte der Autoabsatz im Februar innerhalb der
EU um drei % zulegen. Zudem gab es einen Pressebericht über weitere Details
einer geplanten Zusammenarbeit zwischen Renault und Daimler. Nach
Informationen der "Financial Times" könnte die mögliche Kooperation zwischen
den beiden Unternehmen viel weitreichender ausfallen als bisher spekuliert. Renault
gewannen 2,26 % auf 34,33 Euro. Daimler erhöhten sich um 2,34 % auf
34,11 Euro.
Beim weltgrößten Stahlkonzern ArcelorMittal sorgten Pläne
für den Bau eines Walzwerks im Nordirak für Kursgewinne von 2,71 % auf
31,285 Euro. Das Unternehmen unterschrieb eine entsprechende vorläufige
Vereinbarung mit seinem türkischen Partnerunternehmen Dayen. Am Vortag
hatten die Aktien noch unter Sorgen über eine straffere Geldpolitik in China
und dem damit verbundenen Druck auf die Rohstoffpreise gelitten.
ATX +1,34 % | DAX +1,14 % | FTSE +0,48 % | CAC-40 +1,23 % | SPI +0,73 %
MIB
+1,10 % | IBEX-35 +0,93 % | AEX +1,24 % |BEL-20 +0,87 % |Euro-Stoxx-50 +1,23
%