08. November 2010 20:59

Belastungspaket 

Budget kostet unseren Tourismus 100 Mio.

 Ticketsteuer und neue Gebühren lassen die Touristiker aufstöhnen.

Budget kostet unseren Tourismus 100 Mio.

Die laufenden Budgetverhandlungen lassen die Touristiker des Landes auf die Barrikaden steigen. In Summe drohe der Branche ein Belastungspaket von über 100 Millionen Euro zusätzlich, sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner.

Für Aufregung sorgen vor allem die angedachte Aufhebung der Energieabgabenrückvergütung, eine zusätzliche Gebühr für die Lebensmittelkontrolle AGES sowie die Flugabgabe. „Da erwischt es uns gleich dreimal“, so Schenner.

Ticketabgabe als Rucksack für Tourismusbetriebe
Einen Riesenbrocken für den Tourismus macht im Zuge der Budgetsanierung die Flugabgabe aus. Die Wirtschaftskammer spricht von insgesamt 60 Mio. Euro Belastung bei der Ticketsteuer, welche auf die Branche und die Urlauber ab dem kommenden Frühjahr zukommt. „Den ganzen Reisebüros tut das schon weh, die Kataloge für 2011 sind bereits gedruckt und die Preise stimmen nicht mehr - das ist nicht in Ordnung“, beschwert sich Schenner.

Winter-Saison ist bereits jetzt sehr gut gebucht
Erfreulicher stellt sich für den Branchensprecher die Buchungslage für die kommende Wintersaison dar: „Die Nächtigungen werden sicher halten und ich hoffe, dass die Umsätze mehr werden“. Bei seinen eigenen Hotels sei der Buchungsstand heuer besser als im vergangenen Jahr. „Die Deutschen sind wieder mutiger und auch der britische Markt funktioniert wieder tadellos, obwohl der Wechselkurs ungünstig ist“, freut sich Schenner.

Der frühe Wintereinbruch mit Schnee bis in westliche Niederungen hat das Geschäft angekurbelt. Einen Wermutstropfen bilden allerdings die Weihnachtsfeiertage – der erste und der zweite Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember) sowie der Neujahrstag fallen heuer auf ein Wochenende, es gibt keine zusätzlichen Zwickeltage. „Das kann – je nach Region – zehn Prozent des Umsatzes kosten“, befürchtet Schenner.


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