19. September 2012 12:31

Wettbewerbsverzerrung 

EU hat Rettung der ÖVAG durch Staat gebilligt

Mit EU-Beihilfevorschriften in Einklang.

EU hat Rettung der ÖVAG durch Staat gebilligt
© APA

Die Rettung der angeschlagenen österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) durch Teilverstaatlichung im heurigen April hat nun auch den Segen aus Brüssel. Die EU-Kommission hat die milliardenschwere staatliche Beihilfe zur Umstrukturierung genehmigt. Wie die Institution am Mittwoch in Brüssel erklärte, steht die Umstrukturierungsbeihilfe Österreichs mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang.

Die Aktionäre der ÖVAG mussten heuer im Frühjahr nach einem neuerlichen Milliardenverlust den Staat als rettenden neuen Aktionär an Bord holen. Der Bund musste den größten Teil seines früheren Kapitaleinschusses abschreiben und ist nach einer Kapitalerhöhung in der Bank nun mit 43,3 Prozent beteiligt.

Die staatliche Förderung erfolgte in Form von Kapitalzuführungen (insgesamt 1,25 Mrd. Euro), Liquiditätsgarantien (insgesamt 3 Mrd. Euro) und einer Asset-Garantie (100 Mio. Euro).

"Die Kommission stellte fest, dass der vorgelegte Umstrukturierungsplan geeignet ist, die langfristige Rentabilität der Bank wiederherzustellen. Darüber hinaus gewährleistet er, dass die Bank und ihre Aktionäre einen ausreichenden Beitrag zu den Umstrukturierungskosten leisten und etwaige Wettbewerbsverzerrungen auf ein Minimum beschränkt werden", erklärte die EU-Behörde.

Ein ÖVAG-Sprecher sagte, dass damit alle Beihilfefragen bestätigt und genehmigt worden seien. Heute sei somit auch die Teilverstaatlichung gebilligt worden.


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1 Posting
gerry judge meint am 22.09.2012 07:53:01 ANTWORTEN >
als "miteigentümer" der vom staat auf kosten der steuerzahler gestützten banken(VOLKSBANK mit "V" wie Flügel und BAWAG, vielleicht auch bald BANK AUSTRIA) frage ich mich schon, warum diese pleitebanken auch noch teuer in den medien werben. diese werbungen, z.b. mit unseren skispringern bzw. einem unbekannten fussballklub in wohlnegg kosten doch zig-tausend euros. noch dazu werden diese werbekosten dann wieder steuermildernd - wieder auf unsere kosten - abgeschrieben. es ist schon ein verrücktes system, das in österreich herrscht. das sollten sich mal alle "topmanager und politiker" auf der zunge zergehen lassen.
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