25. Oktober 2012 14:51
Der US-Autobauer Ford macht angesichts der Absatzkrise in Europa insgesamt drei Werke mit tausenden Beschäftigten dicht. Neben der Fabrik im belgischen Genk mit 4.300 Mitarbeitern sollen auch die beiden Standorte Southampton und Dagenham in Großbritannien mit 1.400 Beschäftigten geschlossen werden, wie der US-Konzern am Donnerstag ankündigte.
Russland ausgeschlossen werde die Produktionskapazität in Europa um 355.000 Fahrzeuge verringert, eine Kürzung um fast ein Fünftel. Der wegen der weggebrochenen Verkaufszahlen für dieses Jahr erwartete Verlust werde über 1,5 Mrd. Dollar (1,15 Mrd. Euro) liegen. Bisher war Ford von über einer Milliarde ausgegangen.
"Die Probleme der Automobilindustrie in Europa sind mittlerweile nicht mehr nur konjunkturbedingt, sondern struktureller Natur und erfordern daher entschlossenes Handeln", erklärte Ford-Europa-Chef Stephen Odell. Durch die Einschnitte will Ford erreichen, in Europa bis 2015 wieder profitabel zu sein. Als langfristiges Ziel gab Odell eine Umsatzrendite von sechs bis acht Prozent aus. Im Konzern werde der Vorsteuergewinn trotz der hohen Verluste in Europa im dritten Quartal besser ausfallen als im Zeitraum April bis Juni.
Für das Gesamtjahr prognostiziert der Konzern, der am Dienstag seine Quartalszahlen veröffentlichen will, eine "soliden" Vorsteuergewinn und einen positiven Barmittelzufluss im Automobilgeschäft.
Ford steht wie andere Massenhersteller wegen des massiven Verkaufsrückgangs in den Krisenländern in Südeuropa unter Druck. Die GM-Tochter Opel und Peugeot verhandeln über eine Allianz, um ihr angeschlagenes Europa-Geschäft gemeinschaftlich zu sanieren. Bis zum Monatsende wird ein Sparpaket erwartet, dem das Werk in Bochum zum Opfer fallen könnte. Dort läuft Ende 2016 die Produktion des aktuellen Familienwagens Zafira aus. Auch bei Opel wird mit weiterem Personalabbau gerechnet.
Ein führender Gewerkschafter sagte, Ford wolle die Produktion des Transporters Transit aus Southampton in die Türkei verlagern. Als Folge solle das Presswerk in Dagenham außer Dienst gestellt werden, das Southampton mit Teilen versorgt. In Genk baut Ford den Mondeo, die Produktion dort soll bis 2014 auslaufen. Die nächste Generation des Mittelklassemodells will Ford im spanischen Valencia bauen. Darüber wird mit den Gewerkschaften verhandelt.
Und zu den Strukturproblemen, auch in unserer Firma werden ältere Arbeitnehmer entsorgt und durch junge, billigste, meist aus Nachbarländern kommende Leute ersetzt.
Qualitäts.- und Kaufkraftverlust ist die Folge. Somit schießt sich die Wirtschaft langfristig selbst ins Knie.
Wenn die Spirale so weitergeht, kann logischerweise die Beschäftigung nicht mehr gewährleistet werden. Damit werden wir uns wohl abfinden müssen.
Ausser es finden sich neue Formen von Betrieben, die AUFGABENORIENTIERT für Beschäftigung sorgen.
Das Ziel ist dann nicht mehr, möglichst viel Gewinn aus einem Unternehmen zu ziehen sondern eine übergeordnete Aufgabe zu bewältigen. Da gäbe es dann genug zu tun.
Der Bürger spart auch bzw. bleibt ihm ja gar nichts anderes übrig - der Konsum geht zurück, die Arbeitslosigkeit steigt und damit auch der Konsumrückgang, es wird noch mehr gespart und die Arbeitslosigkeit steigt weiter und diese Spirale beginnt immer schneller zu drehen.
GELD KANN MAN SICH NUR DORT HOLEN, WO ES IST!!!