Gehaltsschere in Österreich

Fakten

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Gehaltsschere in Österreich

Noch immer gibt es einen signifikanten Gehaltsunterschied zwischen Mann und Frau. Das ist nicht nur in Österreich so, sondern auch im Großteil der anderen EU-Mitgliedstaaten. Im europäischen Durchschnitt lag das Gehalt der Frauen laut Eurostat 2007 bei 81,4% des Männergehalts, in Österreich jedoch deutlich darunter bei nur 74,5%.

Dem Unterschied zwischen geschlechtsspezifischen Gehältern liegen weitere interessante Fakten zugrunde: Die Kluft zwischen den Gehältern ist in Angestellten-Verhältnissen größer als in gewerblichen Berufen, jedoch zeigt sie sich in allen Sparten: Ob Sekretärin oder Mangerin, Einzelhandelskauffrau oder Aussichtsrätin – Frauen verdienen weniger als Männer.

Viele sehen diese Differenz als Folge spezifischer Entscheidungen und Verhaltenweisen von Frauen. Demnach stufen sich Frauen bei Gehaltsverhandlungen selbst niedriger ein als Männer, während die Herren forscher und direkter agieren, wenn es um den ihnen zustehenden Lohn geht. Manche Studien vertreten wiederum die Ansicht, dass Frauen schlichtweg in anderen Bereichen tätig sind als Männer und sich ihre Jobwahl auf Berufsfelder mit geringeren Einkommensstufen fokussieren würde. Hinzu kommen Faktoren wie Kinder und Familie, die Frauen oft dazu veranlassen, sich für eine Karrierepause oder Arbeit in Teilzeit zu entscheiden.

Allerdings steigen Männer im Allgemeinen schon nach der Ausbildung mit einem höheren Gehalt in den ersten Job ein. Österreichweit liegt dieser Wert durchschnittlich bei einem 18% höherem Bruttogehalt der Männer.
 

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