24. November 2009 14:04
© TZ Oesterreich Hausler Manfred
Die Kapitalerhöhung steht im Zusammenhang mit der "weiterhin hohen
Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Weltwirtschaft" und der damit
zusammenhängenden Volatilität der Kapitalmärkte. Sie soll auch die
Voraussetzung für "weiterhin starkes organisches Wachstum" bilden.
Damit wird das Grundkapital auf 142,985 Mio. Euro erhöht. Ein Bezugsrecht
steht dabei ausschließlich bestehenden Aktionären im Verhältnis 11:1 zu. Die
Bezugsfrist läuft vom 27.11. bis voraussichtlich 11.12.. Der
Höchstbezugspreis wurde mit 18 Euro festgesetzt.
Die Platzierung des gesamten Emissionsvolumens ist unabhängig vom
Ausnutzungsgrad der Bezugsrechte durch Zusagen der Kernaktionäre - die
Raiffeisen-Gruppe, Austria Privatstiftung und Collegialität Versicherung -
sichergestellt.
Die neuen Aktien verfügen über volle Dividendenberechtigung für das
Geschäftsjahr 2009 und werden voraussichtlich mit 16.12. in den Amtlichen
Handel (Prime Market) der Wiener Börse einbezogen werden.
UNIQA: Ergebnis bis Herbst deutlich unter Vorjahr, 3. Quartal besser
Die UNIQA hat heuer bis September deutlich weniger verdient, im 3.
Quartal lag das Ergebnis aber über dem Vorjahr. Das EGT brach in den
ersten 9 Monaten von 104 auf 42 Mio. Euro ein, im Halbjahr waren es
noch 35 (110) Mio. Euro gewesen.
Dies gab die Versicherung nach einer Aufsichtsratssitzung bekannt, bei
der das Mandat von UNIQA-Generaldirektor Konstantin Klien (58) wie
auch die übrigen Vorstände bis September 2013 verlängert wurden. In
der Raiffeisen Versicherung folgt im Jänner 2010 Klaus Pekarek als
neuer Vorstandschef auf Christian Sedlnitzky, der in den Ruhestand
tritt.
Die Kapitalanlagen steigerte die UNIQA per 30.9. im Jahresabstand um
1,2 % auf 22,08 Mrd. Euro. Die Netto-Kapitalerträge legten um 121,4 %
auf 564 Mio. Euro zu, wodurch die latente Gewinnbeteiligung zugunsten
der Versicherungsnehmer deutlich anwuchs. Die Nettokosten konnten bis
September mit 899 (897) Mio. Euro stabil gehalten werden.
An abgegrenzten konsolidierten Prämien im Eigenbehalt verdiente UNIQA
in den ersten 3 Quartalen 3,51 (3,48) Mrd. Euro, ein Plus von 0,8 %.
Bereinigt um Wechselkursschwankungen betrug der Zuwachs sogar 4,5 %.
In Österreich nahmen die Unternehmen der Gruppe mit 2,284 Mrd. Euro um
2,9 % mehr an abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt ein.
In Ost- und Südosteuropa sanken die Einnahmen auf Euro-Basis um 6,2 %
auf 746 Mio. Euro, bereinigt um Wechselkursschwankungen stiegen sie um
9,4 %.
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