28. Mai 2010 11:21
Die börsenotierte UNIQA Versicherung konnte im ersten Quartal bei Gewinn und
Prämieneinnahmen zulegen. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 38,7 % auf 43
Mio. Euro, nach Steuern verblieb ein Periodenüberschuss von 27 Mio. Euro
(+40 %). Die verrechneten IFRS-Prämien (ohne Sparanteile der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung) erhöhten sich um 8,0 % auf 1,6 Mrd.
Euro, die abgegrenzten Prämien nach IFRS um 9,6 % auf 1,33 Mrd. Euro.
Unwetter als Variable
Für das Jahresergebnis hält UNIQA weiterhin eine Steigerung auf rund 120
Mio. Euro (2009: 82 Mio. Euro) für möglich, auch wenn sich die Belastung
durch die Unwetterschäden der letzten Tage noch nicht endgültig einschätzen
lasse, so die Versicherung. Voraussetzung dafür sei zusätzlich, dass
negative Überraschungen durch die Kapitalmärkte mit Auswirkungen auf die
Gewinn- und Verlustrechnung genauso wie mit dem Vorjahr vergleichbare
Naturkatastrophen weiterhin ausblieben und die prognostizierte
Konjunkturerholung eintreffe.
Die Versicherungsleistungen der UNIQA legten vor allem wegen der von höheren
Kapitalerträgen verursachten erhöhten Zuführung zur latenten
Gewinnbeteiligung um 19,7 % auf 1,2 Mrd. Euro zu. Die Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb stiegen um 7,1 %.
Der Bestand an Kapitalanlagen lag zum 31. März 2010 mit 23,7 Mrd. Euro um
10,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres und um 4,5 % über dem Wert von
Ende 2009. Die Netto-Erträge aus den Kapitalanlagen erhöhten sich gegenüber
der Vorjahresperiode um 70,6 % auf 250 Mio. Euro.
Der European Embedded Value (EEV) konnte um 20 % auf 2,36 Mrd. Euro
gesteigert werden, ein deutliches Zeichen für die nachhaltige Ausrichtung
des Lebens- und Krankenversicherungsgeschäftes im Konzern. Vor Abzug der
Minderheitenanteile ergab sich für 2009 ein EEV von 2,99 Mrd. Euro (+23 %).
Verantwortlich für die Steigerung waren sowohl die gute Entwicklung des
operativen Kerngeschäftes als auch die positive Entwicklung der
Zinslandschaft. Unter der Berücksichtigung der Dividendenzahlungen wurde
2009 eine Profitabilität des European Embedded Value der UNIQA Gruppe von
22,3 % erreicht. Dieser Wert liege deutlich über jenen der
"Vor-Krisen-Jahre" 2006 (17,3 %) und 2007 (17,7 %).
Der European Embedded Value beziffert den Wert des Bestandes an
Versicherungsverträgen und setzt sich aus dem Nettovermögen für die Lebens-,
Kranken- und Schaden/Unfallversicherung sowie dem aktuellen Wert der
zukünftigen Erträge aus dem bestehenden Versicherungsbestand der Lebens- und
Krankenversicherung zusammen. Berücksichtigt wurde das Geschäft der UNIQA
Gruppe mit der Lebens- und Krankenversicherung in Österreich, Italien,
Slowakei, Ungarn, Polen und Tschechien.
Die Quartalszahlen lagen im Rahmen der Erwartungen: Für das
Vorsteuerergebnis waren 42 Mio. Euro prognostiziert worden.