12. September 2012 10:03

Anträge abgelehnt 

Höchst-Richter stimmen für Euro-Schirm

Deutsche Höchstrichter nennen allerdings einige Auflagen für den Bundestag.

Höchst-Richter stimmen für Euro-Schirm
© EPA

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat den Weg zum Start des Euro-Rettungsschirms ESM freigemacht - allerdings nur unter Vorbehalt. Die Richter wiesen heute in Karlsruhe Anträge der Kläger überwiegend zurück, dem deutschen Präsidenten die Unterzeichnung des Gesetzes zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) bis zum endgültigen Urteil des Gerichts über die Verfassungsbeschwerden zu untersagen. Die Ratifizierung könne aber erst abgeschlossen werden, wenn völkerrechtlich sichergestellt sei, dass die Haftungsgrenze Deutschlands von 190 Milliarden Euro nur mit Zustimmung des Bundestages geändert werden könne, erklärte Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle.

Hier klicken: Eurogruppen-Chef fixiert Termin für Schutzschirm im Oktober >>>

ESM-Bescheid: Das sagen unsere Politker
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Bundeskanzler Werner Faymann
Bundeskanzler Werner Faymann sieht in der heute veröffentlichten Entscheidung "einen wichtigen Schritt für die Stabilität des Euro und wesentlich für die Zukunft Europas". Er meinte außerdem: "Auch Österreich profitiert von den gemeinsamen Stabilisierungsmaßnahmen. Der ESM ist eines der wichtigsten Instrumente, mit dem die Staaten der Eurozone für Stabilität sorgen"
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Maria Fekter
"Ich bin erleichtert, dass das Urteil so klar ausgefallen ist", so Finanzministerin Maria Fekter. Es sei "ein Meilenstein bezüglich einer stabilen Kriseninfrastruktur", denn "der ESM schützt und unterstützt den Euro."
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Reinhold Mitterlehner
"Die heutige Entscheidung des Verfassungsgerichtes in Karlsruhe ist ein wichtiges Signal für die Konjunktur", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Gerade im Herbst ist das eine befreiende Konjunkturstütze, nachdem die Investitionen aufgrund der langen Unsicherheit, wie es mit dem Euro weiter geht, zuletzt fast zum Stillstand gekommen sind."
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Gerhard Dörfler
Dem Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist die geplante Klage "jetzt noch wichtiger" geworden, und "dass das von Kärnten aus bekämpft wird". Ihm zufolge ist die Entscheidung von heute morgen "offenbar politisch motiviert".
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H. C. Strache
Zwar war der H.C: Strache, Kopf der FPÖ über die Entscheidung nicht sehr erfreut, doch war er nicht überrascht, erklärt er heute morgen. Aus seiner Antipathie dem ESM gegenüber machte er von ANfang an keinen Hehl: "Grundsätzlich ist der ESM eine Konstruktion, die schnurstracks in die Schulden- und Transferunion führt", so Strache, der in weiterer Folge einen EU-Supstaat ohne Souveränität der Mitgliedsvölker voraussagt.


Damit kann Deutschland dem permanenten Euro-Rettungsschirm ESM unter Erklärung entsprechender völkerrechtlicher Vorbehalte beitreten. Deutschland hat bisher als einziges Euro-Land den Vertrag über den "Europäischen Stabilitätsmechanismus" ESM noch nicht ratifiziert. Erst mit der Beteiligung des größten Mitgliedsstaats kann der Rettungsschirm in Kraft treten.

Grünes Licht für Euro-Schirm
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Verfassungsgericht in Kalrsruhe
Die Richter in Karlsruhe
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Verfassungsgericht in Kalrsruhe
Die Richter in Karlsruhe
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Verfassungsgericht in Kalrsruhe
Die Richter in Karlsruhe
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Verfassungsgericht in Kalrsruhe
Die Richter in Karlsruhe
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Verfassungsgericht in Kalrsruhe
Die Richter in Karlsruhe


Mehrere Gruppen von Klägern hatten in Karlsruhe Eilanträge gegen den permanenten Euro-Rettungsschirm und den europäischen Fiskalpakt für mehr Budgetdisziplin eingelegt. Unter den Beschwerdeführern sind der bayrische Christdemokrat Peter Gauweiler, die ehemalige deutsche Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und die Fraktion der Linkspartei im Bundestag in Berlin. Außerdem haben sich rund deutsche 37.000 Bürger einer Beschwerde des Vereins "Mehr Demokratie" angeschlossen.

Die Eklärung von Peter Gauweiler zum Urteil >>> Hier geht es zum pdf <<<

Börse Wien dreht kräftig ins Plus
Aufatmen auch auf dem Parkett in Wien. Der ATX liegt derzeit bei 2.140,92 Punkten - Tendenz steigend.
Boerse_Wien.jpg

Das bedeutet das Urteil für Österreich
Mit der Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichtes wird der Weg für eine Verfassungsklage gegen den ESM in Österreich frei. Unterzeichnet der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck den ESM-Vertrag, kann er in Kraft treten. Nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist auch der Ratifizierungsprozess in Österreich abgeschlossen, der von den Kärntner Freiheitlichen (FPK) angekündigten Verfassungsklage gegen den ESM steht dann nichts mehr im Weg. Die FPK will über die Kärntner Landesregierung, wo sie über eine absolute Mehrheit verfügt, den ESM und den Fiskalpakt vor die Verfassungsrichter bringen.

Gegen den Fiskalpakt wollen auch die drei Oppositionsparteien im Nationalrat gemeinsam vorgehen. Die Parlamentsklubs stimmen demnächst den Text hierzu ab, hieß es. Wann der Fiskalpakt in Kraft tritt, ist noch nicht absehbar.
 

Nächste Seite:  Die Urteilsverkündung in unserem LIVE-TICKER zum Nachlesen:

 


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26 Postings
Oracle meint am 13.09.2012 20:10:54 ANTWORTEN >
tebasile (GAST) meint am 13.09.2012 00:37:03

Darf ich Dich darauf aufmerksam machen, dass es hier um die Rechtmäßigkeit von ESM und Fiskalpakt geht und noch nicht einmal wirklich um diese in Österreich, sondern um die in Deutschland? Und diese Rechtmäßigkeit ist ja nun wohl erkannt und bestätigt. Gleichzeitig wurden die finsteren Szenarien von unendlicher Kreditvergabe und Aufgabe der Budgethohheit in das Reich der Märchen und Sagen vertrieben. Oder: Alle von den Gegnern dieser Verträge vorgebrachten Argumente sind als sachlich falsch abgewiesen worden.

Nur darum geht es und sonst nichts.

Aber, um auf Deine Wertungen einzugehen:
Wo steht beweisbar, dass sich die Spirale abwärts dreht?
Ich behaupte, dass es uns mehrheitlich besser geht und sowohl EU, als auch EURO positiv für unseren Lebensstandard sind.

Wo gibt es einen Vergleich, dass es uns ohne EU und EURO heute besser gehen würde?
Selbst wenn man sich mal Dir anschließt und annimmt, dass sich die Spirale nach unten dreht - ist doch immer noch eins mehr als deutlich: OHNE EU + EURO WÄREN WIR NOCH VIEL WEITER UNTEN - EU + EURO haben die Verluste minimiert.

Und wie stellst Du Dir vor, dass das Volk die Gelder bekommt? Sollen wir die Sozialhilfe für die zahlen? Und auch nicht an die Banken oder Staaten? Also Topf ohne Grund und jeden Monat neu? Du meinst also, das die Banken und Staaten auf dem Geld sitzen bleiben und nichts mit unternehmen? Und das mit den dubiosen Kanälen solltest Du schon mal spezifizieren - meinst damit wird die Mafia finanziert oder was? Und selbst wenn, was machen die denn miut dem Geld? Packen es in einen Sack und sitzen drauf?

Und die, die uns regieren, sorry - das sind genau die, die Du und wir gewählt haben. Wir haben so entschieden und denen den Auftrag zu diesem Handeln erteilt - wenn jemandem daran etwas nicht passt, muss er Alternativen anbieten und Lösungen haben - hast Du welche?
tebasile (GAST) meint am 13.09.2012 00:37:03 ANTWORTEN >
Herr oder Frau Oracle kann herumoraceln, wie er/sie will, wie auch immer die Pakte, Verträge, Abkommen etc. zustande gekommen sind, fest steht seit Beginn der EU-Zugehörigkeit unseres Landes und der Einführung des Euro, dass sich die Spirale nur noch nach abwärts dreht und es kein Entrinnen mehr gibt. Mit Freude sind diese Pleiteländer der EU beigetreten und ihre Rechnung ist voll aufgegangen, es werden ihnen die Milliarden nur so in den Rachen geschoben.
Das Allerschlimmste ist aber, dass das Volk dieser Länder von diesem Geld nichts sieht, es fließt in Strömen in die Banken und in dubiose Kanäle, es versiegt.
Ein großes Lob an die uns Regierenden, die schwer verdienenden Herrschaften werden auch weiterhin den Euro nicht dreimal umdrehen müssen...!
Oracle meint am 12.09.2012 22:49:27 ANTWORTEN >
Mag. Robert Cvrkal meint am 12.09.2012 19:09:25

Was Sie schreiben ist schlicht unwahr, daran ändert auch nichts Ihr Artikel in den Bezirksblättern. Leider führt es aber immer wieder zu Fehlinterpretationen, wenn man nicht solche Urteile, sondern vorschnell und schlicht Kommentare übernimmt.
Karlsruhe hat eindeutig festgestellt und ich zitiere wörtlich aus dem Urteil:
>>> Wie die mündliche Verhandlung gezeigt hat, kann die von Art. 8 Abs. 5 Satz 1 ESMV beabsichtigte und von Bundestag und Bundesregierung noch einmal ausdrücklich bekräftigte kategorische Haftungsbeschränkung im Zusammenhang mit den Vorschriften über die "revidierten erhöhten" Kapitalabrufe mit systematischen und teleologischen Argumenten aber auch einer Auslegung zugeführt werden, die mit der verfassungsrechtlichen Vorgabe, die haushaltsmäßigen Belastungen klar und abschließend festzulegen, nicht mehr vereinbar wäre. Insofern ist es geboten, dass die Bundesrepublik Deutschland entsprechende Auslegungszweifel im Rahmen des völkerrechtlichen Ratifikationsverfahrens ausräumt. (...) Die Bundesrepublik Deutschland muss deutlich zum Ausdruck bringen, dass sie an den ESM-Vertrag insgesamt nicht gebunden sein kann, falls sich der von ihr geltend gemachte Vorbehalt als unwirksam erweisen sollte. <<<

Somit ist eindeutig klar: DIE BUDGETHOHHEIT BLEIBT und ist lt- ESM UNVERÄNDERT BEI DEN EINZELNEN MITGLIEDERSTAATEN - sollte aber nochmals ausdrücklich betont werden. Nicht mehr und nicht weniger steht im Karlsruher Urteil.

Weiter hat Karlsruhe festgestellt, dass der ESM von einem demokratisch gewählten Parlament mit großer Mehrheit demokratisch legitimiert ist. Ich zitiere wieder wörtlich aus dem Urteil:
>>> Über die Zweckmäßigkeit und Sinnhaftigkeit des vom Bundestag und Bundesrat mit großer Mehrheit verabschiedeten Rettungspakets hatte das Bundesverfassungsgericht ungeachtet vieler kritischer Stimmen gerade auch in der Fachöffentlichkeit weder im Rahmen des Verfahrens auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zu entscheiden, noch wird es darüber im Hauptsacheverfahren entscheiden. Das ist und bleibt Aufgabe der Politik. Niemand kann mit Sicherheit sagen, welche Maßnahmen für die Bundesrepublik Deutschland und die Zukunft unseres vereinten Europas in der derzeitigen Krise tatsächlich am besten sind. In einer solchen Situation der Unsicherheit sind nach dem Gewaltenteilungsgefüge des Grundgesetzes in erster Linie diejenigen berufen zu handeln, die direkt vom Volk gewählt sind und ihre Entscheidungen im politischen Prozess verantworten und durchsetzen müssen. <<<

Hier hat also Karlsruhe eindeutig erkannt, dass es nicht Aufgabe der Justiz sein kann, die Zweckmäßigkeit eines Vertrages zu beurteilen, sondern ausschließlich die Lagalität und den Einklang mit anderen Gesetzen, insbesondere der Verfassung.

Nach diesem Urteil steht fest:
Sowohl ESM, als auch Fiskalpakt sind legal und demokratisch völkerrechtsverbindliche Verträge, die exakt in ihrem Text das bestimmen, was die Regierungen bisher behauptet haben.

Nicht festgestellt hat Karlsruhe, ob ESM oder FP mit österreichischen Gesetzen in Einklang sind, dies kann ein deutsches Gericht auch nicht. Nachdem karlsruhe aber eindeutig sagt: Es erfolgt keine Kompetenzverlagerung vom souveränen Staat zum Staatenbund, müsste dies exakt und genau so auf Österreich zutreffen.

ERGO: sämtliche Argumente der ESM-Gegner und -Kläger sind FALSCH - es gehen keine RECHTE verloren - schon einmal überhaupt nicht bedarf es der RÜCKHOLUNG der Budgetkompetenz.
Mag. Robert Cvrkal meint am 12.09.2012 19:09:25 ANTWORTEN >
Kein Freibrief für den Rettungsschirm, sondern Rückholung der Budgetkompetenz als Voraussetzung für Gültigwerden des Rettungsschirmes.

http://www.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/politik/der-karlsruher-esm-spruch-und-seine-auswirkungen-d343216.html
snowman meint am 12.09.2012 18:41:37 ANTWORTEN >
nun haben also die höchstrichter des deutschen bundesverfassungsgericht den antrag für den "esm" mit den worten "im namen des volkes !!!" also stattgegeben.

ich glaube nicht, dass sich diese entscheidung das volk gewünscht haben !!!
Oracle meint am 12.09.2012 18:31:44 ANTWORTEN >
@ Robert Cvrkal · FB

Nein nicht mit anderen Worten - Ihre Interpretation ist absolut falsch.

Karlsruhe verlangt lediglich eine deutlichere Definition der möglichen Limitierung, ohne sich darüber zu äußern, wie diese zu erfolgen hat. Karlsruhe hat klar und deutlich gesagt: Es könnte eine gewisse unnötige Rechtsunsicherheit im Fall der Fälle geben - und das möchten sie abgestellt wissen - sonst nichts. Karlsruhe hat auch festgestellt, dass es eben keine unbeschränkte Nachschusspflicht oder Haftung gibt, da diese immer noch von der Zustimmung der einzelnen Mitgliedsstaaten abhängig ist, einstimmig gefasst werden muss und daher jeweils im Verantwortungsbereich der einzelnen Regierungen liegt.

Insgesamt bedeutet das karslruher Urteil nur: Einiges ist deutlicher zu formulieren - jedoch keine Änderung der tatsächlichen Inhalte.

Insgesamt sehe ich da lediglich ein Good-Will gegenüber den Skeptikern und sonst nichts - Karlsruhe verlangt also die Formulierung von Selbstverständlichkeiten - ähnlich: "Das Flugzeug im Himmel" wird geändert in "Das Flugzeug im Himmel 'ÜBER UNS'".

Zu solchen Albernheiten haben uns die Widerständler gebracht.
Oracle meint am 12.09.2012 18:21:20 ANTWORTEN >
mäx (GAST) meint am 12.09.2012 16:03:43

Widerspruch ist ja nicht schlimm, wenn es sachlich erfolgt! Deshalb auch vollkommen ohne Häme an Dich:

Nein, ich habe da noch nie einen Widerspruch gesehen, dies sieht jetzt das deutsche BVG ebenso - und schlicht gesprochen: Die Vertragspartner haben es auch nie gesehen.

1. Masstricht + EU-Verfassung: Die Grenzen die diese Verträge setzen gelten insgesamt ja weiterhin, die sind ja durch ESM oder Fiskalpakt nicht ausgehebelt oder: ESM und Fiskalpakt gelten nur im Rahmen von Maastricht + EU-Verfassung. Und vielleicht grundsätzlich: selbst wenn es da Widersprüche gibt, steht es doch allen Vertragspartnern frei, einmal geschlossene Verträge zu kündigen, zu ändern oder anzupassen - machen wir doch alle tagtäglich - Also ein ganz normaler Vorgang.

2. Verbot der Fremdfinanzierung, Unterstützung: Wieso das? Warum soll das nicht möglich sein? Z.B. erhält die österreichische Landwirtschaft erhebliche Mittel aus den anderen Staaten - was hat sich daran durch ESM+Fiskalpakt geändert? Es dürfte doch vollkommen unerheblich sein, ob es einzelne Branchen oder eine komplette nationale Volkswirtschaft betrifft. Wobei man sich in dem Zusammenhang auch fragen muss. Ist die gegebene Hilfe nicht auch eine Sicherung der eigenen Absatzmärkte und somit sogar indirekt eine Form der Eigenhilfe?

3. füreinander haften: Wo steht das? Soweit mir bekannt ist, gibt es diese Haftungen und sogar Bürgschaften tagtäglich zwischen den Staaten und sind sogar bei jedem größeren Geschäftsabschluss üblich.

4. Wir haften in unbegrenzter Höhe: Sorry, aber diesen Quatsch versuchen uns doch nur ein paar Blödmänner einzureden - natürlich haften wir nicht unbegrent, sondern jeweils nur soweit, wie es jeweils durch die nationalen Gesetzgeber bestimmt und limitiert wird. Nirgendwo steht, dass andere Staaten über unser Haftungslimit bestimmen - denn nur das wäre unbegrenzt, nämlich dann, wenn wir es nicht mehr selbstbestimmt festlegen können. Und bei der Festlegung dieser Limits müssen wir uns selbstverständlich an nationale Gesetze und bestehende Verträge halten.
Etwas einfacher ausgedrückt: Wenn es anders wäre, wäre bislang auch die rein österreichische Binnenverschuldung unbegrenzt, denn das Parlament kann bei jeder Haushaltsdebatte die Neuverschuldung unbegrenzt erhöhen, wären da nicht Verfassung und andere Gesetze. Ob national oder international: Es macht keinen Unterschied.

Ich sehe also nirgendwo einen Rechtsbruch - selbstverständlich kann man, wenn man jeden Vertrag und jedes Abkommen als Soloinstrument sieht, den einen oder anderen fragwürdigen Absatz finden - nur weder ESM, Fiskalpakt, Maastricht oder EU-Verf. sind Solisten, sondern Teil eines Orchesters - dass dann ganz harmonisch klingt und sogar ist.

AUSWIRKUNGEN: Es ist unbestritten und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die ganzen Vertragswerke letztendlich in einem Desaster enden - wir alle können heute nur schätzen und spekulieren, einiges lässt sich berechnen - aber eine Restunsicherheit wird immer bleiben. Es ist eben Dein Recht, skeptisch zu bleiben und das machst Du ja auch recht sachlich - nur ich bin halt anderer Meinung.

Anderer Meinung vielleicht deshalb, weil ich die Realitäten anders sehe und in meine Überlegungen weiteres einbinde, z.B. der Fakt ist,
- dass Österreich Mitglied dieser Wirtschaftunionen ist, wenn es heute aussteigt, wäre es sofort und auf lange Zeit isoliert und würde in dieser Zeit mangels Aussenhandel total verarmen.
- Ein Ausstieg würde Österreich auf dem internationalen Markt deutlichst schwächen, selbst gegen Schwellenländer könnte es sich teilweise kaum noch wehren - nur durch EU und incl. Verträge ist Österreich eine machtvoller Markt auf dieser Welt.

Schlupflöscher: Ich bestreite überhaupt nicht, dass sich die Justiz der Wirtschaft gebeugt hat, möchte aber eher sagen: die Justiz hat sich der Realität angepasst - egal wie man es ausdrücken will, es ist einfach ein Fakt: Die Wirtschaft bestimmt und legt fest, wie hoch unser Wohlstand ist, weder Justiz noch Politik können daran etwas ändern - dazu sind beide einfach zu schwach. Ganz realistisch gesehen und damit habe ich mich längst abgefunden und träume nicht mehr: Die Politik und Justiz kann nur noch versuchen, den durch die Wirtschaft geschaffenen Wohlstand möglichst gerecht zu verteilen - mehr nicht. Dies mag sich auf den ersten Blick traurig anhören, ist aber seit Jahrhunderten so und daran werden Du und ich und auch sonst niemand etwas ändern. Jeder Widerstand oder jede Regulierung durch staatliche Maßnahmen wird die Wirtschaft nur hinnehmen, wenn es ihr nicht schadet - sobald die Wirtschaft geschädigt wird, wird sie sich wehren oder im besten Fall: den Staat ignorieren. Mindestens seit der Globalisierung bedeutet das: Selbst ausländische Wirtschaftsunternehmen können einen Staat in das Chaos rennen lassen, wenn deren Interessen massiv widersprochen wird.
Beispiel: Der oft gehörte Wunsch nach Wiedereinführung des Schillings, könnte dazu führen, dass selbst so ein Unternehmen wie die "Deutsche Bank AG" Österreich in Katastrophe rennen lässt - ich bin z.B. davon überzeugt, dass die DB AG reichlich EURO in Österreich (dank Bankgeheimnis) in Österreich geheim geparkt hat und damit Unsummen verdient. Nach einem Schilling wäre das schwer bis nicht mehr möglich. Was denkst Du, was in Ö passiert, wenn diese Gelder abgezogen werden? DB, Commerzbank, VW, MB aus Deutschland; Renault, Peugeot, Credit Lyonnais, ... aus Frankreich, und alle anderen Staaten ziehen Milliarden über Milliarden ab - und dann? Oder was denkst Du, wo kommen alleine die 41 Milliarden her, die Österreich als Kredit nach Ungarn vergeben hat? Das ist doch mit Sicherheit kein österreichisches Geld - das sind Guthaben der vorgenannten Firmen - wie wollen wir die auszahlen, wenn die Ostkredite noch nicht fällig sind? Wovon? M.a.W: Hyperinflation.

Das waren viele Worte, aber eins ist entscheidend zusammengefasst: Wenn Österreich im europäischen Konzert mittut, wird es Österreich wie Europa gehen - wenn Österreich ausscheert, wird es auf jeden Fall isoliert sein und verlieren. Dies gilt übersetzt sogar für Deutschland, obwohl es wirtschaftlich vielfach stärker ist.
mäx (GAST) meint am 12.09.2012 16:03:43 ANTWORTEN >
oracle, ich muss dir in einem punkt wiedersprechen:
das vertragswerk der EU (maastricht, als auch eu verfassung) wiederspricht eindeutig dem esm! es ist festgelegt, das keine gemeinsame konjunkturpolitik gibt, die konvergenzkriterien einzuhalten sind (neuverschuldung, preisstabilität, inflation unter 1,5%, haushaltsstabilität, usw.)
zusätzlich ist es verboten, weder direkt in den haushalt, noch über fremdfinanzierungen eine wirtschaft zu bevorzugen. dies schließt meiner meinung nach die unterstützung anderer länder (wirtschaften) aus. erschwerend kommt noch hinzu, dass die länder der eu NICHT füreinander haften dürfen.
so, und was ist der esm? wir haften in unbegrenzter höhe (auch wenn es den umweg über die ezb ist, an der wir beteiligt sind), wir unterstützen mit den diversen paketen fremde wirtschaften, wir greifen durch die troika in den nationalen haushalt ein,...
ist das nicht ein klarer rechtsbruch? sicher wird es schlupflöcher geben, aber die tatsache ist, das sich die justiz der wirtschaft gebeugt hat, mit sicherlich fatalen auswirkungen für den gesamten euroraum. vielleicht erholt sich die wirtschaft in den ländern wieder, vielleicht reißen aber die "kranken" staaten die "gesunden" in den abgrund. beim esm geht es einzig und allein darum, das finanzsystem vor einem kollaps zu bewahren. nur ein fass ohne boden wird durch massenhaft geld auch keinen boden zu kommen.
sollte man mir nicht glauben, bitte einfach wikipedia oder google verwenden (wem die eu - verfassung oder die maastrichtkriterien in den einzelnen artikeln zu lang und zu kompliziert ist)
zombi69 meint am 12.09.2012 15:37:16 ANTWORTEN >
Dieses Gericht hatte schlicht gar keine andere Wahl als so zu entscheiden. Geradezu peinlich diese freudigen Reaktionen.
Oracle meint am 12.09.2012 14:48:16 ANTWORTEN >
Und wenn man sich das Urteil jetzt einmal anschaut, stellt man fest:

ALLE FPÖ-HETZE ENTPUPPT SICH ALS DAS, WAS ES TATSÄCHLICH IST - ALS DUMME UND INHALTSLEERE POPULISTISCHE HETZE!

Das höchste deutsche Gericht hat eindeutig festgelegt und festgestellt, dass:
- keine unendliche und unlimitierte Zahlungsverpflichtung besteht, erwartet aber, dass dieses deutlicher dargestellt werden muss;
- die ach so verwünschte und verteufelte Immunität und Schweigepflicht überhaupt nicht gegenüber der jeweils eigenen Regierung besteht.

Obwohl diese Feststellungen selbstverständlich nur für Deutschland zutreffen, sind sie gleichzeitig auch allgemeingültig, da auch für alle anderen Staaten das gleiche Vertragswerk gilt.

Somit steht fest, dass Deutschland als letzter Vertragspartner auch ratifizieren darf, wie es bereits alle anderen Staaten getan haben.

Strache hat sich zwischenzeitlich auch geäußert und mal wieder schamlos gelogen - so soll es nach Strache für D eine Obergrenze von 190 Millarden Euro geben und für Ö die von 386 Milliraden - also Österreichs Risiko ist bereits numerisch doppelt so hoch wie Deutschlands. Weiter nimmt er für sich in Anspruch, dass Karlsruhe bestätigt habe, dass die Höhe des ESM unbegrenzt sei - dies ist definitiv nicht der Fall - die Karlsruher haben genau das Gegenteil geurteilt.
Es ist wirklich schon heftig, ein Zahntechniker versucht das Urteil des höchsten deutschen Gerichts zu leugnen und gegenteilig zu interpretieren - nicht zu vergessen: Der ESM und der Fiskalpakt ist eine demokratisch vereinbartes Vertragswerk von demokratisch gewählten Regierungen. Demokratie gilt halt für die Deffen nicht oder das neue braun ist blau.
WegmitderEU meint am 12.09.2012 14:38:02 ANTWORTEN >
weynstain meint am 12.09.2012 13:14:36
Nein, nur ist hier fast jedem, außer unseren korrupten Politikern, denen es nur um ihre Schmiergelder und ihre Versorgungsposten geht und einigen, offensichtlich extrem überbezahlten Richtern, die den oben genannten Politikern besser gehorchen als so mancher Hund seinem Herrchen, klar, dass der (T)Euro ganz Europa in den Bankrott reißt!
mystery_ (GAST) meint am 12.09.2012 13:56:52 ANTWORTEN >
..unverantwortlich unseren kindern und kindeskinder gegenüber....
eine beschlossene sache, die man nicht mehr rückgängig machen kann...wie dürfen nur mehr zahlen - aber leider nicht alle...sondern österreich, deutschland frankreich - alle anderen käönder habe doch jetzt schon kein geld - die können leicht unterchreiben - die nie etwas zahlen werden, sondern nur geld bekommen...BRAVO!!!
frediauswien meint am 12.09.2012 13:51:30 ANTWORTEN >
Leute schnallt euch an jetzt gehts nur mehr ABWÄRTS!!!!
weynstain meint am 12.09.2012 13:14:36 ANTWORTEN >
Habt's Ihr Eure letzten EUROs in Hedgefonds gesteckt, die gegen den EURO gewettet haben? Anders ist das Gezeter hier eigentlich nicht zu erklären.
rubikon meint am 12.09.2012 13:00:40 ANTWORTEN >
Die FPK wird mit ihrer Klage wenig Erfolg haben. Bis zum Urteilsspruch haben die Kärtnerinnen und Kärtner die FPK bereits in die Wüste geschickt, vielleicht landen einige Spitzenfunktionäre hinter Schloss und Riegel, wie es sich für Unkorrektheiten gebührt.
schon eine Schand (GAST) meint am 12.09.2012 12:57:48 ANTWORTEN >
i mein diese Richter wären fähig gewesen den ESM kippen zu lassen aber ich denk mir, denken diese Richter nicht an ihre Kinder und Enkeln und Urenkeln die des alles mal bezahlen dürfen .... diese Entscheidung is scho a Witz da gibts nur noch ein Weg ... AUSWANDERN AUS DER EU (Europa)
panzer meint am 12.09.2012 12:31:10 ANTWORTEN >
Also die Kurse steigen nicht wirklich großartig, das ist schon seit einigen Wochen so.

Weiß nicht, wo Sie das "kräftig ins Plus" herhaben?

rwk meint am 12.09.2012 11:00:27 ANTWORTEN >
JETZT GEHTS LOS fragt sich nur wer es überleben wird
thanaz meint am 12.09.2012 10:55:46 ANTWORTEN >
ganz ehrlich.....wer hat in ernst angenommen das der nationalrat dagegenstimmt?
ich mein wer war wirklich so gutgläubig? oder so naiv?

der werden doch alle geschmiert oder wenn war das ganze sowieso nur eine show

hauptsache an den börsen gehts hoch das ist wichtig


solange das volk keinen gewalt aufstand macht und das ruder in die hand nimmt machen diese leute was sie wollen und verarschen die leute nach strich und faden

aber was solls heute kommt ja das neue iphone das könnt ihr euch kaufen dann passt alles im leben
bucaka meint am 12.09.2012 10:53:06 ANTWORTEN >
Die Hampelmänner der Politik haben entschieden,es werden genug Euros gewechselt haben.
bucaka meint am 12.09.2012 10:52:40 ANTWORTEN >
Die Hampelmänner der Politik haben entschieden,es werden genug Euros gewechselt haben.
bucaka meint am 12.09.2012 10:52:26 ANTWORTEN >
Jetzt haben die Polit-Volksbetrüger freie Hand
WegmitderEU meint am 12.09.2012 10:49:49 ANTWORTEN >
Das war ja klar
1. machen die Piefkes alle vor ihrer Adolfine ins Höschen
2. wäre sonst das 4. Reich - die EU Diktatur - bald Geschichte.
Wobei letzteres hoffentlich totzdem bald der Fall ist, bevor ganz Europa Pleite ist!
mäx (GAST) meint am 12.09.2012 10:41:41 ANTWORTEN >
da gab es sicher genug geld um diese entscheidung so zu fällen...es gibt masstricht kriterien, warum sind die plötzlich außer kraft gesetzt?
Andy323 meint am 12.09.2012 10:25:07 ANTWORTEN >
Applaus!!! Das war der entgültige Todesstroß!!! Jetzt gehts Bergab mit Europa!!!
wie wahr, (GAST) meint am 12.09.2012 11:27:23
wie wahr.
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