19. September 2012 14:56
Es wird wieder ein heißer Lohn-Herbst. Die Metaller starteten gestern mit einer kräftigen Forderung in die diesjährige Verhandlungsrunde: Sie fordern eine Erhöhung der Löhne um fünf Prozent. Im Vorjahr hatte es 4,2 Prozent mehr gegeben – nach Streiks in vielen Betrieben.
„Wir haben in der Metallindustrie ein wirtschaftliches Rekordjahr 2011 hinter uns und erwarten ein sehr gutes Jahr 2012“, so die beiden Verhandlungsleiter der Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA-djp). „An diesem Erfolg müssen die Arbeitnehmer beteiligt werden.“
Die erste Lohnrunde startete am Mittwoch anders als in den Vorjahren direkt nach der Übergabe des Forderungskatalogs. Neu ist auch, dass nicht für alle rund 180.000 Metaller gemeinsam verhandelt wird, sondern getrennt in den sechs Fachverbänden. Das hatten die Arbeitgeber durchgesetzt. Ziel sei aber, einen einheitlichen Kollektivvertrag (KV) für die gesamte Metall-Branche auszuhandeln, so die Gewerkschafter.
„Nicht nur Manager sollen von Gewinnen profitieren“
Es gehe nicht an, dass von den Gewinnen der Unternehmen nur die Manager in Form satter Boni profitieren, gibt sich Wolfgang Katzian, Chef der Gewerkschaft GPA-djp gegenüber ÖSTERREICH kämpferisch. Die Forderung nach fünf Prozent Lohnplus gelte zunächst für die Metallbranche. „Aber auch in anderen Branchen, insbesondere jenen mit allgemein niedrigen Einkommen, ist die Sicherung der Kaufkraft vorrangiges Ziel“, so Katzian.
ÖSTERREICH: Worauf gründet sich die Forderung nach 5 Prozent mehr?
Wolfgang Katzian: Das wichtigste ist die Sicherung der Kaufkraft. Deshalb sollten wir nicht hudeln, sondern Abschlüsse erzielen, die diesem Ziel gerecht werden.
ÖSTERREICH: Aber sind 5 % gerechtfertigt angesichts eher trüber Konjunkturaussichten?
Katzian: Durchaus. Wir schauen uns genau an, wie die Geschäfte in der jeweiligen Branche gelaufen sind. Die Metallindustrie hat im Vorjahr fast 2,2 Mrd. Euro Gewinn gemacht. Daran gebührt den Arbeitnehmern ein fairer Anteil.
ÖSTERREICH: Sind die 5 % richtungsweisend auch für andere Branchen?
Katzian: Das gilt jetzt mal für die Metaller. Aber natürlich ist es in Branchen mit niedrigen Einkommen wie dem Handel umso wichtiger, die Kaufkraft zu sichern – auch im Interesse der Volkswirtschaft.
In der Landwirtschaft hat's ja auch geklappt. Dort bekommen die Landwirte Geld, wenn sie Flächen NICHT bestellen oder wenn sie NICHT Viecher züchten. Weltfremde Personalisten und Spekualtionsunternehmer, sowie ÖVP-Politiker glauben noch an Ihre Unfehlbarkeit und daran, dass alle Arbeitslose eh selbst schuld seien. Aber immer mehr Mitbürger werden an den Rand der Existenz gedrängt und die Schuldnerberatung boomt bis zur Kapazitätsgrenze. Verhältnisse wie in den USA, wo Menschen mehrere Jobs annehmen müssen, um über die Runden zu kommen, ist das, was die Wirtschaft bestenfalls bieten kann. Ob die Mindestsicherung die einzige Möglichkeit ist um zu Geld zu kommen, oder ob noch andere Möglichkeiten der Erwerbsarbeit außer in der profitgeilen Wirtschaft gefunden werden, wird die Zukunft zeigen. Eine Herausforderung für die Politik der Zukunft!
Darauf darf man nicht hören! Tatsächlich werden die Gewinne immer höher und sofort ins Ausland geschafft, verlogene Personalisten arbeiten sowieso an der Personalstandsminimierung, und Wirtschafts- und Rechtsexperten arbeiten daran, Arbeitsplätze an billigere Standorte zu verlegen. Bevor also die Unternehmen sowieso verschwinden, sollte wenigsten die Belegschaft maximal profitiert haben.
Kolektivverträge sollte die einzelnen Gewerkschaften alleine aushandeln. Aber die Jährlich Inflation für jeden Arbeitnehmer sollt gleich ausfallen. Wenn 5% dann für alle Ohne Ausnahme. Das wäre Sozilistisch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
So mancher Fachverband sollte froh sein das die Arbeitnehmer keinen Bürgerkrieg anheizen!!!!!
Die Forderung von 5% ist daher viel zu wenig, da unter dem Strich sowieso max. 3% herauskommt!!!!
Der Angriff auf Arbeitszeiflexibilisierung ist ein absolutes NO GO!!!!!
Als BRV bin ich im ernstfall für Arbeitsniederlegung!!!!!
und was bekommt man nichts.
teurer wird alles das eine 10% das andere 20% das nächste 5%.... das gleicht sich doch niemals mehr aus?!?!?!?
wann sehn die Politiker endlich das ?????????
komischerweise kommen am Jahresende immer die Meldungen wieviel Umsatz das unternehmen sowieso und das unternehmen sowieso nicht toll erwirtschaftet hat. ja klar wenn ich alles sau teuer mache mach ich auch gewinne ohne ende.