31. Oktober 2012 11:14

Österreich am niedrigsten 

Neue Rekord-Arbeitslosigkeit in Eurozone

Österreich  erstmals auch mit geringster Jugendarbeitslosigkeit.

Neue Rekord-Arbeitslosigkeit in Eurozone
© APA

Österreich hat im September nicht nur weiterhin die geringste Arbeitslosenrate in der EU-27 verzeichnet, sondern weist erstmals auch die niedrigste Quote bei der Jugendarbeitslosigkeit auf. Insgesamt lag die Arbeitslosenrate in Österreich bei 4,4 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit sank auf 7,5 Prozent, geht aus den am Mittwoch von Eurostat präsentierten aktuellsten Daten hervor.

Die Arbeitslosenrate in der Eurozone hat im September ein neues Rekordniveau erreicht. Sie betrug nach am Mittwoch veröffentlichten jüngsten Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat 11,6 Prozent. Im August waren es noch 11,5 Prozent gewesen. In den EU-27 blieb die Arbeitslosenquote mit 10,6 Prozent im September unverändert gegenüber dem August.

Hinter Österreich (4,4 Prozent) rangierten im September Luxemburg mit einer Quote von 5,2 Prozent, dann folgen Deutschland und die Niederlande (je 5,4 Prozent), Malta (6,4 Prozent), Tschechien (6,8 Prozent), Rumänien (7,1 Prozent), Belgien (7,4 Prozent), Schweden (7,8 Prozent), Finnland und Großbritannien (je 7,9 Prozent), Dänemark (8,1 Prozent), Slowenien (8,4 Prozent), Estland (10,0 Prozent), Polen (10,1 Prozent), Ungarn (10,6 Prozent), Frankreich und Italien (je 10,8 Prozent), Zypern (12,2 Prozent), Bulgarien (12,4 Prozent), Litauen (13,9 Prozent), Slowakei (13,9 Prozent), Irland (15,1 Prozent), Portugal (15,7 Prozent), Lettland (15,9 Prozent), Griechenland (25,1 Prozent) und Spanien (25,8 Prozent).

Bei der Jugendarbeitslosigkeit (Arbeitnehmer unter 25 Jahre) weist Österreich mit 9,9 Prozent den drittniedrigsten Wert hinter Deutschland (8,0 Prozent) und den Niederlanden (9,7 Prozent) auf. Nur diese drei Staaten verzeichneten einstellige Quoten. Die höchste Jugendarbeitslosigkeit gibt es in Spanien (54,2 Prozent).

Im September 2012 waren in der gesamten EU 25,75 Millionen Menschen arbeitslos, davon 18,5 Millionen in der Eurozone. Bei den Jugendlichen hatten 5,52 Millionen keine Beschäftigung, davon 3,49 Millionen in der Währungsunion.


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9 Postings
Aktivierter (GAST) meint am 01.11.2012 13:24:17 ANTWORTEN >
Wie bekämpft man Arbeitslosigkeit? Mit "Wachstum": Man gründet einen "Weiterbildungsbetrieb", nennt ihn irgendwie, sagen wir "workflex" oder so. Das ist nicht schwer. Man holt sich EU-Förderungen, mietet ein Gebäude, stellt ein paar alte Computer rein, hängt Jobangebote an die Wand - fertig! Jetzt nur noch den AMS-Boss ins Nobelpuff einladen - alles paletti. Für Kunden sorgt ab da das AMS. Wer nicht kommt, der wird gesperrt. Noch nie war Unternehmertum und Leistungsträgerei so einfach!
lux67 (GAST) meint am 01.11.2012 09:54:44 ANTWORTEN >
Seit Monaten hört man aus der Industrie, es herrsche akuter Fachkräftemangel, der sich immer mehr potenziert! Wenn man allerdings eine Berufsausbildung (z. B. verkürzte Lehre) machen möchte, heißt die Antwort des AMS kategorisch NEIN!! Es wird einem geraten sich für die Zeit einer solchen Ausbildung beim AMS abzumelden!!! Das heißt, die SV- Beiträge, die Lebenshaltungskosten und darüber hinaus sich die Ausbildung selbst zu finanzieren! Diese Kosten ( mehrere tausend Euro) soll man wohlgemerkt zum größten Teil alleine tragen, obwohl man vielleicht schon länger kein richtiges Einkommen hat! WIE VIELE KÖNNEN SICH DAS LEISTEN? Es gibt sehr viele Arbeitssuchende im Alter 40+, die noch mind. 25 Jahre arbeiten sollen und auch wollen, denen wird zu 99% eine Ausbildung bzw. Umschulung verwehrt! Stattdessen wird das Geld in sinnlose Kurse und das gleich mehrfach (z. B. 5x Bewerbungstraining) investiert, nur um für einen längeren Zeitraum aus der Arbeitslosenstatistik zu verschwinden! Rechnet man die Schulungsteilnehmer und die Leute, die sich gar nicht erst beim AMS melden dazu, haben wir bald die 500.000er Grenze erreicht!
hamanix (GAST) meint am 01.11.2012 03:14:16 ANTWORTEN >
mogelzahlen, wenn man weiterbildung will, darf man 3x den gleichen kurs besuchen und scheint dann nicht als arbeitsloser auf. 80 % müssen kurse besuchen, weil sie sonst keine unterstützung bekommen. sie bekommen ein zeugnis, das sie als wc-papier benutzen können.

ich hab ein paar bekannte(mechaniker,maschinenbauer und ähnliches) die hätten die wahl gehabt 20j stempeln zu gehen und mit midesteinkommen dahinzufristen.
sie haben jetzt arbeit mit fast spitzenverdienst. wohnung superbillig, nahrungsmittel im verhältnis auch sehr billig. unterm strich bleibt etlich geld übrig.
sie wanderten in den osten ab, weil dort sind sie herren der wirtschaft, weil ja die sogenannten osteuropäer in den westen gingen um ein butterbrot zu arbeiten. etliche österr. firmen wanderten nach dem osten aus. in den betrieben wird deutsch gesprochen.
leben sie mal in teurer wohnung, mit teuren sprit, mit mindesteinkommen vom AMS.
besuchen sie mal slowakei, ungarn und schauen sich mal dort um.
hamanix (GAST) meint am 02.11.2012 02:38:17
@ lux67
und in wien 15,16 musst halt türkisch lernen.
also das mit sprachen ist sowieso heute schon alles in englisch.
alternative ist AMS-WC-Papier-kurs
lux67 (GAST) meint am 01.11.2012 11:47:55
@hamanix (GAST): In den ehemaligen Ostblock abzuwandern ist SICHER keine geeignete Lösung für sehr viele Menschen! Abgesehen von den Sprachbarrieren (vielleicht nicht in den Firmen) aber im Privatleben, muss man seine Familienmitglieder für dieses Vorhaben überzeugen! Bei Kinder und Jugendlichen ist das fast unmöglich! Ist man selber noch jung und ungebunden kann es vielleicht eine Option sein!
Na hallo, (GAST) meint am 31.10.2012 23:41:16 ANTWORTEN >
was ist zum Beispiel mit all den Ehepartnern, die ohne Arbeit sind und vom AMS nicht in Deckung des Notstands genommen werden, weil der Ehepartner mehr als 1.160,-- verdient. Das ist ja genug für 2 Personen, oder?
Die Dunkelziffer der Arbeitslosen in Österreich ist mit Sicherheit schockierend!!!!
Nur die Ruhe (GAST) meint am 31.10.2012 20:05:24 ANTWORTEN >
Die Wirtschaft KANN gar nicht für allen Arbeitsuchenden einen Job zur Verfügung stellen. Sie hat auch gar kein Interesse an Beschäftigung. Vielmehr wird unsere Arbeitswelt von Betriebswirten, Steuerberatern, windigen Personalisten und Umstrukturierern dominiert. Deren größte Freude und liebsten Ziele sind Kostensenkung, Verlegen der Betriebe in Billiglohnländer, Steuerersparnis, Mindestlohnunterwanderung, Personalabbau, Gewinnmaximierung und Veranlagung des Geldes in ausländische Steuerparadiese. Ob mit Mobbing, Bossing, einvernehmlichen goldenen Handshakes, Massenkündigungen, Entlassungen, das Ziel bleibt immer gleich: Mitarbeiterabbau!

Und auch die, die heute selbstgefällig die Arbeitssuchenden verhöhnen, werden morgen lächelnd von den Betriebswirten "abgebaut", "entsorgt", "ausgelagert" und "freigesetzt". Sie arbeiten bereits daran....

lux67 (GAST) meint am 01.11.2012 10:01:14
@Nur die Ruhe (GAST): Gratulation zu ihrem Posting! Sie haben mit ALLEN Aussagen die Realität VOLLKOMMEN RICHTIG geschildert!
The Truth (GAST) meint am 31.10.2012 13:54:07 ANTWORTEN >
Ja, ja, ja . . . . Warum die österreichische Statistik so "klein" ist ist schnell erklärt: Jeder Dritte, sei es Jugendlicher oder nicht, wird ganz einfach in einen sinnlosen Kurs geschickt, damit diese "tolle" Statistik auch besser aussieht!! In Wahrheit hilft einen das AMS genau Zero, Nada, gar nicht!
Wenn man irgendeinen sinnvollen Kurs oder Weiterbildung dann machen will, heißts dann so etwas gibt es nicht oder sonst irgendeine Ausrede. Von der Arbeitssuche will ich gar nicht anfangen, überall wollens jeden weiß machen, dass es so eine tolle Hilfeleistung ist, doch im Endeffekt ist man nur eine Nummer unter vielen, Hilfe bekommt man keine. Das Endresultat ist dann wie folgt:
Man kann sich von jeden arroganten und großkotzigen Individuum als assozial, faul und kA was noch alles beschimpfen lassen. Es gibt zwar genug Leute wo man ein Bild von ihnen im Wörterbuch neben diesen Worten findet aber es gibt aber auch genug Leute, die endlich wieder Arbeit haben wollen oder eine Lehre aber dann kann man weder auf Hilfe hoffen und darüber hinaus darf man sich dann noch mit solchen Leuten in einen Topf stecken lassen.
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