07. September 2012 23:25
© TZ ÖSTERREICH, APA, ÖBB
Was als scheinbarer Gag begann, wird immer mehr zum Polit-Aufreger. Milliardär Frank Stronach griff den von VP-Chef Michael Spindelegger im ORF-Sommergespräch geäußerten Vorschlag, er solle die ÖBB kaufen und sanieren, auf: Er stehe bereit, ließ Stronach aus Kanada ausrichten.

Umfrage: Soll Stronach die ÖBB kaufen?
Jetzt will Spindelegger ihn beim Wort nehmen. Einen Verkauf von Teilen der ÖBB an Stronach könne er sich gut vorstellen, so Spindelegger zu ÖSTERREICH (siehe Interview unten).
SPÖ tobt
„Die ÖBB stehen nicht zum Verkauf“, teilt Infrastrukturministerin Doris Bures mit. Auch die Gewerkschaft ist empört. ÖBB-Chef Christian Kern hält die Debatte für „unseriös“ und „hochgradig unfair“. Er verwehrt sich entschieden dagegen, dass die Bahn schlechtgemacht und nun als „wirtschaftlicher Desasterfall“ dargestellt werde. „Wir werden ein Jahr früher als angekündigt, nämlich heuer, schwarze Zahlen schreiben“, betont Kern.
"Stronach soll Güter- & Personenverkehr kaufen"
ÖSTERREICH: Stronach will die ÖBB übernehmen. Steht Ihr Angebot noch?
Michael Spindelegger: Selbstverständlich. Er hat jetzt einmal gesagt, dass er die ÖBB übernehmen will. Aber bisher noch kein Konzept vorgelegt. Wenn er in Österreich ist, werde ich ihn gerne zu Gesprächen treffen.
ÖSTERREICH: In VP-Kreisen gab es den Vorschlag, die ÖBB für 1 Euro an Stronach zu verkaufen.
Spindelegger: Über den Preis reden wir am Schluss. Ich kann mir einen Verkauf von einigen Teilen der ÖBB aber gut vorstellen. Zum Beispiel für den Güterverkehr, aber auch für den Personenverkehr. Die Schieneninfrastruktur werden wir aber sicher behalten.
Der würde die Negativposten sozialisieren - sprich, der Allgemeinheit zur Last legen und die Aktivposten würde er abgreifen - es läuft immer so bei Privatisierungen.
Zusätzlich zur Post gäbe es dann auch bei den ÖBB diese Karriere-Center.
Wahrscheinlich werden die dumpfen Befürworter Stronachs mit einem Rundgang in seinem Schloss am Wörthersee (Reifnitz) belohnt - ebenfalls ein Segen der Privatisierung.
Das wäre ein Weg aus den Schulden und der geht nur, wenn in dem Privilegienstadl ordentlich ausgemistet wird!
Herr Außenminister!
Habens die vergessen?
Die ÖBB gehören umgewanelt in eine Genossenschaft und gehört mehrheitlich den Gemeinden.
Spindelegger ist halt wer, der niemand ist!
Und dieser senile, alte Greis Stronach sollte sich lieber ein schönes Altersheim kaufen, der weiss ja nicht mehr, was er da für einen Blödsinn verzapft.
Mit zehntausenden Arbeitsplätzen solche Scherze zu machen, ist echt zum Kotzen!!!