19. Oktober 2012 12:38
Für den Traditions-Textilbetrieb Backhausen heißt es zurück an den Start. Nachdem der austro-saudische Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber auch die letzte Frist zur Begleichung von 2,85 Mio. Euro verstrichen ließ, wird Firmenchef Reinhard Backhausen ab Montag Gespräche mit Ersatzinvestoren aufnehmen, wie er der APA am Freitag sagte. Al Jaber hatte bis heute, Freitag, Zeit, das Geld zuzuschießen, um seinen Einstieg bei Backhausen perfekt zu machen.
"Enttäuscht"
"Ich bin enttäuscht, dass er sich nicht an die Verpflichtungen gehalten hat. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hat er noch betont, dass ihm diese Partnerschaft am Herzen liegt", sagte Backhausen, der die Firma gemeinsam mit seinem Bruder in der sechsten Generation führt. Bis jetzt verbuche man keinen Zahlungseingang und es sei nicht davon auszugehen, dass das in den nächsten Stunde passiere.
Weitere Interessenten
Nun werden die Karten komplett neu gemischt. "Al Jaber ist jetzt einer von vielen Interessenten. Es besteht keine exklusive Bindung mehr, selbst wenn er noch zahlt", so Backhausen. Um die Stoffproduktionsfirma zu retten, hätte Al Jaber 3,2 Mio. Euro zuschießen sollen. Bisher zahlte er lediglich 350.000 Euro an. Eigentlich hätte er die Differenz bis Ende Mai begleichen sollen, doch er verschob die Zahlung so lange, bis es den Banken reichte und Backhausen das Insolvenzverfahren eröffnen musste.
Nachdem Al Jaber als Investor ausfällt, muss es bei Backhausen sehr schnell gehen. "In den nächsten sechs bis acht Wochen sollte Klarheit herrschen, wer die neuen Partner sind", so der Firmenchef. Er gab sich zuversichtlich, alles zu einem positiven Ende zu bringen. Bevorzugt werde ein strategischer Partner, es würden aber auch Gespräche mit Finanzinvestoren geführt. Mögliche Investoren gebe es sowohl in Österreich als auch in Deutschland.
Ich dachte immer, wer einmal lügt, dem glaubt man nie wieder.. !?!?
Reitet eine Firma nach der anderen mit seinen Versprechungen in den Konkurs und macht lustig werter. Den gehört die Staatsbürgerschaft entzogen aber sofort.
Wie hat der die überhaupt bekommen??
Hat er die bezahlt oder werwiewas????
Und was ich mich noch frag welche Firma ist die nächste die den leeren Versprechungen dieses Menschen noch was glaubt???
Denn dieser Firmenchef mauss dann entweder extremst verzweifelt oder dähmlich sein ;)
Im Ernst frage ich mich, wie naiv ein Unternehmer nur sein kann noch Al Jaber als Partner zu sehen!
wäre interessant, welchem politiker gegenüber er sich "dankbar zeigen" musste.....
Nach dem angeblichen Scheitern eines ersten Antrages wurde Al Jaber 2007 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl erklärte dazu im Kurier, dass sich vor allem die Wirtschaftskammer dafür stark gemacht habe. Kurz danach investierte er rund zehn Prozent der Bausumme der Wiener Tourismus-Privatuniversität Modul University Vienna, deren restliche Anteile die Wirtschaftskammer hält und die im Herbst 2007 ihren Betrieb aufnahm.
Im Febraur 2009 wurde Al Jaber dann das Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen - von Michael Häupl.