27. Jänner 2012 15:27

"Vernünftige Lösung" 

Barroso: Pleite Griechenlands vermeiden

Der Kommissionspräsident will Athen in der Eurozone halten.

Barroso: Pleite Griechenlands vermeiden
© AP

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hofft weiterhin auf eine "vernünftige Lösung" für das schwer verschuldete Griechenland. Nach einem Treffen mit dem belgischen Ministerpräsidenten Elio Di Rupo Freitagnachmittag sagte Barroso, es sollte alles getan werden, einen Zahlungsausfall, also eine Pleite, zu vermeiden. Griechenland müsse in der Eurozone bleiben, so Barroso.

Informeller Gipfel
Vom informellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs kommenden Montag erwartet sich Barroso die Absegnung des Fiskalpakts zur Stärkung der Kontrolle der Haushaltspolitiken. Es handle sich um einen zwischenstaatlichen Vertrag, weil nicht alle EU-Länder dabei seien, sagte der Kommissionspräsident, ohne namentlich Großbritannien zu erwähnen. Neben der Konsolidierung der Budgets und der Nachhaltigkeit der Haushalte sei aber auch Wachstum notwendig. Beim Gipfel werde es deshalb vorwiegend um Maßnahmen zur Stärkung der Jugendbeschäftigung gehen.

Neuerlich trat Barroso für eine Finanztransaktionssteuer ein. Diese sei vor allem angesichts des sozialen Zusammenhalts wichtig. Er erwähnte auch die Projekt-Bonds als Instrument, um Wachstum zu schaffen.

Di Rupo sprach von einer sehr schwierigen Periode und es sei wichtig, wieder zu ausgeglichenen Haushalten der Länder zurückzukehren. Es gelte nun einen "doppelten Willen" zu zeigen, jenen zum Sparen und den zur Ankurbelung des Wachstums.

Barroso meinte, Di Rupo stehe vor einer historischen Aufgabe für Belgien. "Das ist nicht leicht", vor allem nach der langen Zeit der Regierungsbildung. Ein Erfolg Belgiens wäre auch ein Erfolg für die EU.


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7 Postings
rubikon meint am 08.02.2012 05:55:11 ANTWORTEN >
Lauter leere Worte!
Technik meint am 30.01.2012 21:40:30 ANTWORTEN >
man will nur den Firmen helfen die in Griechenland Waffen verkauft haben etc. was sonst?
fnw meint am 30.01.2012 14:05:42 ANTWORTEN >
frage: was wurde aus dem groß angekündigten hebel ???? der sollte doch die rettung sein. unfähiges pack diese politiker in den einzelnen ländern und der eu!
Erich61 meint am 30.01.2012 12:21:26 ANTWORTEN >
Die einzige (für uns) vernünftige Lösung ist ein sofortiger Austritt aus Eurozone und EU.
Sonst werden uns diese EU Narren bald alles wegnehmen, vom Geld bis zum Wohnsitz.
Mag. Robert Cvrkal meint am 27.01.2012 17:03:01 ANTWORTEN >
Die angedachte vernünftige Lösung von Barosso kann nur ein Verzicht von EU-Staaten gegenüber Griechenland, ein Nachlaß der EZB usw. sein, was nichts anderes bedeutet, daß das von unserer Regierung als auch so gute Geschäft mit den Haftungen für die maroden Staaten ein massives Verlust für den österreichischen Steuerzahler wird und damit aber auch das heurige Budget Österreichs aus den Fugen zu geraten droht. Kann dann Österreich vielleicht auch noch aufgrund der Hochrisikospekulationen unserer Machthaber auch noch Strafzahlungen an die EU leisten, weil Österreich die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt?

Für die EU-Führung wäre ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone zugleich ein Eingeständnis ihres Versagens und somit eine No-Go-Alternative. Lieber läßt man die ganze Eurozone an die Wand fahren bevor man gemachte Fehler zugibt und sich ernsthaft mit alternativen Lösungen beschäftigt.
bucaka meint am 27.01.2012 16:41:50 ANTWORTEN >
griechenlands politiker belügen,betrügen und verarschen EUROPA und sowas möchte man halten quo vadis EU.
No fein!! meint am 27.01.2012 16:04:43 ANTWORTEN >
Dem scheint nix zu teuer zu sein, auf dem Rücken des unterjochten Volkes.
Griechenland muss in der Euro-Zone bleiben, auch wenn alles den Bach
hinunter geht. Wie weit kann man uns noch ausbeuten, bzw. ausschlachten??
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