11. Februar 2010 08:36
Der US-Suchmaschinenriese Google steigt heuer voll aufs Gas: Erst brachte
der Internetgigant im Jänner ein eigenes Smartphone namens Nexus One auf den
Markt, das über das hauseigene Betriebssystem Android läuft und Apples
iPhone Konkurrenz machen sollte.
Dann, wenige Tage nach der Apple-Präsentation des Tablet-PCs iPad,
überraschte Google mit den ersten Bildern eines eigenen Tablet-PCs, der mit
dem gerade in Entwicklung befindlichen, blitzschnellen Betriebssystem
Chrome-OS laufen wird und noch heuer auf den Markt kommen soll.
Google macht Maildienst zu sozialem Netzwerk
Jetzt legte Google nochmals nach und stellte Buzz vor, einen sozialen
Netzwerkdienst für Google Mail, der den Community-Diensten Facebook mit
seinen rund 400 Mio. Nutzern und Twitter mit seinen geschätzten 30 Mio.
Nutzern Konkurrenz machen soll.
Buzz ist ein in den GMail-Dienst integrierter Twitter-Klon, über den
Benutzer kurze Botschaften und Statusmeldungen an ihre Kontakte verschicken
und deren Mitteilungen in Echtzeit beobachten können – ein Trend, der die
Online-Kommunikation immer stärker prägt.
Google war bereits im Vorjahr auf den Trend aufgesprungen und hatte
Twitter-Beiträge in die Suchergebnisse integriert. Mit dem neuen Netzwerk
verknüpft hat Google die inzwischen eigene Videoplattform YouTube und den
Fotodienst Picasa. Damit hat Buzz seinen Konkurrenten etwas voraus. Buzz
soll im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer von Google-Mail
freigeschaltet werden.
Handy-Gespräche sollen live übersetzt werden
Die Google-Tüftler geben sich mit den jüngsten Angriffen auf Apple und
Netzwerkdienste aber nicht zufrieden und arbeiten an einer Software, die
Handygespräche live in Fremdsprachen übersetzen kann. Dabei soll auf
bestehende Technologien aufgebaut werden.
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In den USA will Google darüber hinaus ein eigenes Netz mit
Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen aufbauen. An mehreren Orten
sollen testweise ultraschnelle Breitbandverbindungen verlegt und
getestet werden. Das Unternehmen will demnach Leitungen mit einer
Verbindungsgeschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde bauen. Das sei
"mehr als hundert Mal schneller" als der heutige Internetzugang der
meisten US-Internetnutzer. Nach Angaben des Unternehmens sollen
zunächst 50.000 bis zu einer halben Million Nutzer in den Genuss der
Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge kommen.
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