12. April 2010 14:22

 

Wiener Büromarkt schwächelte im 1. Quartal

Der Markt für Wiener Büroimmobilien hat im ersten Quartal 2010 noch geschwächelt. Die Vermietungsleistung hat sich gegenüber der Vergleichsperiode im Jahr davor um 12 % auf 37.000 Quadratmeter verringert. Im Gesamtjahr sei aber dennoch mit stabilen Vermietungszahlen von rund 220.000 Quadratmetern zu rechnen, teilte die EHL Immobilien GmbH mit. Anlass zu Optimismus gibt die Nachfrage, die erstmals seit drei Jahren deutlich angezogen habe, sich aber erst in steigenden Vermietungszahlen niederschlagen müsse.

Wiener Büromarkt schwächelte im 1. Quartal

Mit einer Leerstandsrate von 5,9 % schneidet Wien im europäischen Vergleich noch relativ gut ab - in Paris und London (West End) stehen laut EHL Market Research 6,7 % der Büros leer, in Berlin sind es 7,2 %, in München 7,8 % und in Bratislava 12,0 %. Negative Spitzenreiter in Europa sind Budapest, Bukarest und Frankfurt mit einer Leerstandsrate von 22, 17 bzw. 15,2 %.

"Wir haben momentan sehr viele Anfragen - in der Vermietungsleistung signifikant wird das erst 2011 und 2012", sagte Alexandra Ehrenberger von EHL Immobilien. Im Bürobereich dauerten die Verhandlungen mit den Interessenten 6-12 Monate, so wirke sich die gestiegene Nachfrage zeitverzögert aus. Die Vermietungsleistung werde gegen Jahresende sicherlich wieder deutlich zunehmen.

In den ersten drei Monaten waren in Wien heuer vor allem günstige Flächen zwischen 200 und 700 Quadratmetern gesucht. "Die Unternehmen sind äußerst preisbewusst", so Michael Ehlmeier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. Besonders wichtig seien ihnen niedrige Kosten, eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und/oder an das hochrangige Straßennetz sowie niedrige Betriebskosten. Der Trend zum mittleren Preissegment werde anhalten.

Heuer werden in der Bundeshauptstadt den Angaben zufolge maximal 185.000 Quadratmeter Bürofläche neu auf den Markt kommen. Wegen dieses neuen Tiefstandes bei der Flächenproduktion und der wieder angesprungenen Nachfrage sei weder mit steigenden Leerständen noch mit fallenden Durchschnittsmieten zu rechnen.


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