(Un)zufriedenheit am Arbeitsplatz

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(Un)zufriedenheit am Arbeitsplatz

Dabei ist unsere Arbeitslosenquote im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sehr niedrig. Trotzdem zeigen Umfragenwerte viele Faktoren der Unzufriedenheit auf.

Laut einer Umfrage der Austria Presse Agentur (APA) und der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich verdienen knapp zehn Prozent der Arbeiter und Angestellten in Ihrem Job in Österreich zu wenig um damit ihr Leben finanzieren zu können.

Demnach finden viele Arbeitnehmer ihr Gehalt nicht adäquat: Speziell in Bereichen, in denen schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Arbeitsplatzsicherheit herrscht, ist die Unzufriedenheit hoch – das gilt für Vollzeit- sowie auch für Teilzeitjobs. So findet man die besten Werte im öffentlichten Dienst , die niedrigsten unter Leiharbeitern. Ein weiterer signifikanter Unterschied ist die Zufriedenheit zwischen Männern und Frauen – Männer sind deutlich zufriedener mit Ihrem Einkommen als Frauen. Interessant ist, dass auch höhere Bildung zu höherer Zufriedenheit führt – die Ausbildung macht sich also im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt. Die Zahlen dazu: Nach Pflichtschulabschluss sind nur 45 Prozent mit ihrem Einkommen zufrieden, nach Fach-, Handels- oder Mittelschulabschluss, Matura oder akademischem Abschluss liegt die Zufriedenheit bei über 60 Prozent.

Der Verdienst ist jedoch bei weitem nicht der wichtigste Faktor für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. In diversen Umfragen wurde die finanzielle Entlohnung erst nach Arbeitsklima und dem Aufgabenbereich genannt. Jedoch sieht man auch hier den Unterschied zwischen den Geschlechtern: Für Männer ist das Gehalt deutlich wichtiger als für Frauen.

Weitere Kritikpunkte der Österreicher sind berufliche Unsicherheit, mangelnde Betriebskultur und schlechter Führungsstil. Jeder siebte Beschäftigte würde seinen Vorgesetzten kündigen, hätte er die Macht dazu, diesen Schritt zu setzen.

Bestimmte Anreize für Mitarbeiter, eine gute Kommunikation im Unternehmen und ein gutes Arbeitsklima können helfen, die Zufriedenheit zu steigern. Denn Unzufriedenheit am Arbeitsplatz führt bekanntlich auch zu geringerer Produktivität.

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