10. März 2010 11:52
Während Autobesitzer im Jahr 1985 für ein durchschnittliches
Nettomonatseinkommen 916 l Eurosuper und 959 l Diesel tanken konnte, sind es
demnach heute 1.352 l Eurosuper und 1.477 l Diesel. "Für ein Monat
Arbeit kommen wir heute doppelt so weit mit dem Auto als noch vor 25 Jahren",
so Blum.
Einmal mehr forderte der VCÖ eine Erhöhung der Treibstoffsteuern durch eine
CO2-Abgabe, um so die Zahl der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, Räder und
Fahrgemeinschaften zu stärken. Weiters bedürfe es strengerer Vorgaben für
die Autoindustrie, damit bis zum Jahr 2020 das 3-Liter-Auto der Standard bei
Neuwagen wird.
Haushalt mit Auto(s) gibt monatlich 487 Euro für Mobilität
aus
Österreichs motorisierte Haushalte geben im Monat 487 Euro aus,
während der EU-Schnitt bei 360 Euro liegt, rechnet der ARBÖ vor. Die
Konsequenz daraus: ""Es gibt daher keinen Grund an den ohnehin hohen
Steuern für Autofahrer zu drehen", betonte ARBÖ-Geschäftsführer Leo
Musil. So würden in Deutschland, wo eine höhere MöSt verrechnet wird,
die Mobilitätskosten insgesamt um 14 % niedriger sein.
Musil: "Kein Wunder, denn die deutschen Autofahrer brauchen beim Kauf
eines neuen Autos keine Normverbrauchsabgabe zu zahlen - im Gegensatz
zu den Österreichern. Die deutschen Autofahrer können auch die
Autobahn ohne Maut benutzen und brauchen keine Vignette zu kaufen.
Ersatzteile, Zubehör, Reparaturen und die Preise für Gebrauchte
Fahrzeuge sind in Österreich teurer als beim Nachbarn."
Der Fachverband der Mineralölindustrie verwies heute ebenfalls darauf,
dass Autofahrer in Österreich günstiger tanken als der EU-Schnitt. Das
liege aber nicht nur an der niedrigeren MöSt, sondern auch am harten
Wettbewerb der Mineralölfirmen untereinander.
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