Europas Börsen schließen im Plus

Mehrheitlich

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Europas Börsen schließen im Plus

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Montag mehrheitlich mit Kursgewinnen beendet. Im Frühhandel zeigten sich die Investoren angesichts der Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich noch verunsichert und die Märkte starteten mit deutlichen Kursverlusten in die Sitzung. Aber noch am Vormittag konnten die Indizes auch dank einer Erholung am französischen Anleihenmarkt ihre Abschläge deutlich eingrenzen und drehten zum Teil ins Plus.

Bei den griechischen Parlamentswahlen haben die beiden großen Parteien, die den von der EU geforderten Sparkurs mittragen, ihre Regierungsmehrheit verloren. Der griechische Aktienmarkt reagierte heftig auf das Wahlergebnis. Der Leitindex in Athen büßte mehr als sechs Prozent an Wert ein. Besonders schlimm traf es die griechischen Finanzwerte, die prozentual zweistellige Kursverluste verbuchen mussten.

Weiters wurde in Frankreich der Sozialist Francois Hollande, der sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs Deutschlands gestellt hatte, wie erwartet zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Sieg von Hollande mache "den Kampf gegen die Staatsschuldenkrise noch komplizierter", kommentierte ein Commerzbank-Experte.

Die Angst vor einer erneuten Eurokrise mit negativen Ausstrahlungen auf die europäischen Staatsanleihen, die die Banken in ihren Depots hätten, ebbte jedoch bereits am Nachmittag ab. Es werde davon ausgegangen, dass sich die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der neue französische Staatspräsident Hollande zusammenraufen, hieß es von Marktkommentatoren.

Ein Branchenvergleich zeigte am Sitzungsende den anfangs sehr schwachen Bank-Sektor als größten Gewinner. Nach dem erwarteten Wahlsieg von Hollande nähmen viele Marktteilnehmer dies nun zum Anlass, bei Leerverkäufen Gewinne mitzunehmen. Die schwachen Vormittagskurse bei den Bankaktien seien außerdem zu verlockend gewesen, um nicht zu zugreifen, kommentierte ein Experte.

Unter den Einzelwerten fanden sich die Titel der UniCredit mit einem Anstieg um 5,63 Prozent auf 2,85 Euro unter den größten Gewinnern. In Madrid zogen BBVA um 5,37 Prozent auf 5,295 Euro an und Banco Santander gewannen um 4,70 Prozent auf 4,90 Euro. In Paris verbesserten sich Societe Generale um 4,02 Prozent auf 17,99 Euro.

Gute Nachrichten aus der Branche gab es jedoch nicht: Die großen europäischen Kreditinstitute horten einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Geld bei Zentralbanken. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, parkten die zehn größten Banken Ende März fast 11,4 Mrd. Euro bei Notenbanken weltweit. Das seien zwölf Prozent mehr als noch im Dezember und 66 Prozent mehr als Ende 2010.

Stark zeigten sich auch Vertreter aus der Baubranche, dem Nahrungs- und Genussmittel-Sektor sowie Öl-Titel. Auf der Verliererseite standen hingegen der Konsumgüter-Sektor sowie Chemiewerte.

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