19. Juli 2017 18:15
Euro Stoxx 50
Europas Leitbörsen schließen im Plus
Mehrere Unternehmensergebnisse aus Schweden im Blickfeld.
Europas Leitbörsen schließen im Plus
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Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach den starken Vortagesverlusten nun mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 gewann um 21,59 Einheiten oder 0,62 Prozent auf 3.500,27 Zähler.

Am Vortag waren die Börsen noch im Zuge eines festen Euro-Dollar-Kurses unter Druck gekommen. Vor der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) verhielten sich die Akteure auch etwas zurückhaltend. Die EZB dürfte sich etwas optimistischer zeigen und signalisieren, dass ein Ende der konjunkturstützenden Geldpolitik "nicht mehr allzu weit entfernt ist", schrieb ein Marktanalyst.

Unternehmensergebnisse wurden vor allem in Schweden publiziert. Electrolux-Anteilsscheine sprangen nach Zahlenvorlagen deutliche drei Prozent hoch. Der Hersteller von Haushalts- und Küchengeräten übertraf mit seinen Ergebnissen im Zweitquartal des laufenden Geschäftsjahres die Analystenerwartungen.

Die Tele2-Aktie steigerte sich um satte 6,5 Prozent. Das Telekomunternehmen hob nach starken Zweitquartalszahlen die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2017 an.

Swedbank verteuerten sich um 0,8 Prozent. Das Finanzhaus aus Schweden überrascht mit seinem Quartalsergebnis ebenfalls positiv.

Volvo bremsten hingegen um 3,4 Prozent. Der Autobauer verfehlte im 2. Geschäftsquartal im LKW-Bereich bei der Gewinnmarge die Erwartungen.

Papiere von Akzo Nobel legten um 0,3 Prozent zu. Der niederländische Chemiekonzern verliert überraschend seinen Vorstandschef. Ton Büchner tritt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung zurück.

ASML zogen 5,8 Prozent hoch. Das Geschäft des Chipausrüsters läuft weiter schwungvoll. So verdiente das niederländische Unternehmen im zweiten Quartal mehr als ein Jahr zuvor.

In London legten die Anteilsscheine von Reckitt Benckiser 1,6 Prozent zu. Der Konsumgüterkonzern zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel Lebensmittel. Für 4,2 Milliarden Dollar übernimmt der US-Konzern McCormick das Geschäft.