Europas Leitbörsen starten mit höherer Tendenz

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten mit höherer Tendenz

Europas Leitbörsen haben den Handel am Mittwoch mit höherer Tendenz begonnen. Das wichtigste Ereignis des Tages dürfte wohl die heute Nachmittag startende Anhörung der US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem US-Kongress sein. Anleger warten gespannt auf neue Hinweise zum weiteren Zinspfad der Fed sowie auf Details zur Bilanznormalisierung.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.25 Uhr mit plus 0,42 Prozent oder 14,72 Punkte bei 3.479,20 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,38 Prozent oder 47,60 Zähler auf 12.484,62 Punkte. In London stieg der FTSE-100 um 0,68 Prozent oder 49,83 Einheiten auf 7.379,59 Punkte.

"Spannend ist die Rede vor dem Hintergrund, dass es nach wie vor eine große Diskrepanz gibt zwischen den Zinserwartungen des Marktes und dem Zinserhöhungspfad, der von den FOMC-Mitgliedern in Form der Leitzinsprojektionen als angemessen erachtet wird", schreiben die Analysten der Helaba in ihrem tagesaktuellen Kommentar. Am Markt würde derzeit eine Erhöhung eskomptiert, während die Notenbank bis Ende 2018 bereits vier weitere Schritte in Aussicht stelle. Daher sei Korrekturpotenzial vorhanden, so die Analysten. Allerdings sei von der Yellen-Rede sonst nur wenig Konkretes zu erwarten.

Am gestrigen Dienstag hatte sich Fed-Mitglied Lael Brainard in einer Rede zurückhaltend zu weiteren Zinserhöhungen geäußert. Dagegen zeigte sie sich beim Thema Abbau der Notenbankbilanz etwas weniger vorsichtig.

Datenseitig steht heute Abend zudem der monatliche Konjunkturbericht der Fed, das Beige Book, auf der Agenda. Aus Europa kommen zur Wochenmitte lediglich Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone. Die Vorgaben aus Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland seien durchwegs positiv, heißt es bei der Helaba.

Neue Unternehmensmeldungen blieben bisher dünn gesät. Im Euro-Stoxx-50 zeigten sich fast alle Werte im Plus. Angeführt wurde die Liste der Gewinner von Deutsche Post mit plus 1,30 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank haben zuvor ihr Kursziel für die Aktien von 35 auf 40 Euro angehoben, die Kaufempfehlung "Buy" blieb bestehen.

Vor dem Hintergrund gestiegener Ölpreise gab es auch bei Versorgerwerten die Total (plus 0,75 Prozent) und Eni (plus 0,77 Prozent) klare Kursgewinne zu verbuchen. Einzige Kursverlierer im Euro-Stoxx-50 waren indessen Vivendi (minus 0,33 Prozent) und CRH (minus 0,03 Prozent).

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