Europas Leitbörsen zur Eröffnung im Minus

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen zur Eröffnung im Minus

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag mit leichter Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit minus 0,02 Prozent oder 0,67 Punkte bei 3.439,29 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,31 Prozent oder 37,91 Zähler auf 12.045,27 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,08 Prozent oder 6,15 Einheiten auf 7.409,80 Punkte.

Nach den Indexgewinnen des Vortages hatten die Vorgaben aus Übersee einen tieferen Handelsstart erwarten lassen, im Eröffnungshandel konnten die meisten Börsen die Verluste aber gering halten. Auch relevante Konjunkturdaten werden in Europa heute Mangelware bleiben. Der große Verfallstag für Futures und Optionen an der Terminbörse Eurex könnte für Schwankungen sorgen, warnte ein Börsianer.

Der Fokus der Anleger liegt einmal mehr auf den USA. Hier stehen Veröffentlichungen zur Industrieproduktion, das Michigan Sentiment, und der Index der Frühindikatoren auf dem Programm. Im Laufe des Tages treffen sich darüber hinaus die Finanzminister der G-20 Staaten in Deutschland, um über eine gemeinsame Linie in der Handels-, Finanz- und Steuerpolitik zu beraten.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien des Energiekonzerns E.ON im Mittelpunkt. E.ON hatte sich am Abend mit der Platzierung von gut 200 Millionen neuen Aktien etwa 1,35 Milliarden Euro frisches Kapital besorgt. Nach Kursverlusten zu Handelsbeginn konnten sich E.ON zügig verbessern und setzten sich mit einem Plus von 1,67 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50.

Ebenfalls höher tendierten die Anteilsscheine von europäischen Banken. Die Aktien der BNP Paribas stiegen um 0,91 Prozent, jene von Intesa Sanpaolo um 0,97 Prozent und die Papiere der Societe Generale stiegen um 1,12 Prozent.

Am unteren Ende des Eurozonen-Leitindexes fanden sich die Aktien der deutschen Autokonzerne Daimler (minus 1,05 Prozent), BMW (minus 1,35 Prozent) und Volkswagen (minus 1,37 Prozent). Dies führen Marktbeobachter auch auf den steigenden Kurs des Euros zurück, der die Exporte für die Abnehmer in den Wachstumsmärkten der Autobranche verteuert.

Noch leichter tendierten nur noch die Titel des Energiekonzerns Enel mit einem Minus von 1,69 Prozent. Und dies, obwohl das italienische Unternehmen seinen Gewinn um 17 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro steigern konnte. Der Umsatz war hingegen wegen negativer Währungseffekte und geringerer Verkäufe fast 7 Prozent auf 70,6 Milliarden Euro gesunken.

 

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