US-Börsen mit schweren Verlusten

Aktienmarkt

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US-Börsen mit schweren Verlusten

Die US-Börsen sind am Mittwoch mit schweren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones rasselte 364,81 Punkte oder 2,21 Prozent auf 16.151,41 Einheiten nach unten. So tief hat er zuletzt Ende September geschlossen. Die moderate Erholung an den beiden vorangegangen Handelstagen fand damit ein deutliches Ende. Auf Jahressicht liegt der Dow über sieben Prozent im Minus.

Der breiter gefasste S&P-500 Index fiel in einer ähnlichen Größenordnung um 48,40 Punkte oder 2,50 Prozent auf 1.890,28 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index stürzte sogar um 159,85 Einheiten oder 3,41 Prozent auf 4.526,07 Zähler ab.

Nachdem neue Daten zum Außenhandel in China über den Erwartungen gelegen waren, ging es an der Wall Street zur Eröffnung zunächst aufwärts. Schon im Frühhandel drehten die US-Aktienmärkte aber in die Verlustzone. Belastend könnte die wöchentlichen Daten zu den Ölvorräten in den USA gewirkt haben: Sie zeigten weiterhin hohe Lagerbestände. Der US-Ölpreis West Texas Intermediate (WTI) präsentierte sich in weiterer Folge sehr volatil. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Daten drehte er ins Minus. Im Verlauf wechselte er das Vorzeichen mehrmals. Zu Handelsschluss in New York notierte er etwa ein Prozent höher.

Die Aktienmärkte rutschten hingegen immer tiefer in den roten Bereich. Einen unmittelbaren Auslöser für die schweren Verluste gab es dabei nicht. "Derzeit herrscht am Markt eine gewaltige negative Stimmung vor", sagte ein Aktienhändler in New Jersey zur Finanznachrichtenagentur Bloomberg, "es gab keine konkreten Neuigkeiten, die den Markt belastetet hätten. Aber ohne unterstützende Nachrichten und mit dem negativen Sentiment kam es zum Ausverkauf".

Der im Verlauf veröffentlichte Konjunkturbericht ("Beige Book") der Notenbank Fed hatte keine Überraschungen gebracht. Die Wirtschaft wachse weiter, Löhne und Gehälter seien aber bisher nur moderat gestiegen, hieß es im Bericht.

Im Dow Jones schlossen 29 von 30 Werten im Minus. Einzige Gewinner waren die Titel von ExxonMobil, die 0,60 Prozent auf 75,65 Dollar zulegten. Die Papiere des Konkurrenten Chevron waren mit einem Minus von 1,00 Prozent immer noch viertbester Wert im Dow.

Am schwersten traf der Ausverkauf an der Wall Street aber die Technologiebörse Nasdaq. Unter die Räder gerieten dabei auch prominente Internetwerte: So verloren Netflix-Aktien 8,60 Prozent, Anteilsscheine von Amazon büßten 5,84 Prozent ein und Papiere von Facebook verloren 3,95 Prozent.

Im S&P-500 stiegen Aktien von General Motors (GM) gegen den Trend um 0,63 Prozent, nachdem der Autohersteller die Gewinnprognose für dieses Jahr angehoben hat. Die Papiere des Konkurrenten Ford verloren hingegen 5,06 Prozent. Der für 2015 erwartete Vorsteuergewinn enttäuschte viele Anleger.

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