Wiener Börse setzt Gewinnreihe fort

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Wiener Börse setzt Gewinnreihe fort

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit wie schon am Vortag mit Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 12,79 Punkte oder 0,41 Prozent auf 3.146,41 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sechs Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.140,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,00 Prozent, DAX/Frankfurt -0,02 Prozent, FTSE/London +0,91 Prozent und CAC-40/Paris -0,21 Prozent.

Vor allem die europäischen Konjunkturdaten standen im Fokus der Anleger. So hat der Euroraum sein robustes Wirtschaftswachstum in den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt. Unterdessen hellten sich die Konjunkturerwartungen des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Mai zwar auf, blieben jedoch etwas hinter den Prognosen zurück.

Die widersprüchlichen Signale aus den USA konnten keine weiteren Impulse geben. Während es auf dem US-Immobilienmarkt im April überraschend wenig Neubauprojekte gab, hat die US-Industrie ihre Produktion im April so stark angehoben wie seit Jahren nicht mehr.

Bei den Einzelwerten pendelten im Tagesverlauf Lenzing und Semperit zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Zur Schlussglocke gaben die Lenzing-Titel 1,58 Prozent ab, obwohl der Faserkonzern das bisher beste Quartal seiner Unternehmensgeschichte erzielt hat. Baader-Experten bestätigten sogleich das Anlagevotum bei "Hold". Sie sehen alle positiven Impulse schon im Kurspreis reflektiert und bleiben daher vorsichtig. Zudem gehen sie von einem Fall der Viskosepreise aus.

Semperit gingen mit nur plus 0,12 Prozent aus dem Handel. Der Gummi- und Kautschukkonzern hatte zwar den Nettogewinn kräftig steigern können, aber ohne Positiveffekte aus der Auflösung einem Joint Venture gab es eine Belastung durch höhere Rohstoffpreise.

Ans Ende der Kurstafel fielen die Papiere des Flughafen Wien mit einem Minus von 2,53 Prozent auf 34,42 Euro. Am morgigen Mittwoch legte der Konzern seine Geschäftszahlen für das erste Quartal vor.

Europaweit legten die Aktien der Öl-Konzerne zu. Unter den Spitzenreitern konnten folglich die OMV-Papiere um satte 2,78 Prozent höher klettern. Dabei ist in Österreich die Erdölförderung voriges Jahr leicht zurückgegangen. Die gesamte Ölgewinnung sank um 10,7 Prozent auf 809.189 Tonnen, während die Naturgasförderung um 6,0 Prozent auf 1,253 Mrd. m3 stieg. Anleger dürften aufgrund des höheren Ölpreises zugegriffen haben.

Bester Wert im ATX waren Telekom Austria mit einem Aufschlag von 6,72 Prozent auf 7,23 Euro. Hier dürfte das positive europäische Umfeld in der Branche gestützt haben.

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