17. Juli 2017 12:47
Per 25. August
Allianz-Österreich-Chef Littich geht, Vrignaud folgt
Gebürtiger Niederösterreicher als Vorstandschef.
Allianz-Österreich-Chef Littich geht, Vrignaud folgt
© Allianz
Bei der Allianz Österreich kommt es zu einem Chefwechsel: Wolfram Littich, langjähriger Vorstandsvorsitzender der beiden österreichischen Versicherungsgesellschaften, geht. Ihm folgt per 25. August der Allianz-Manager und gebürtige Niederösterreicher Remi Vrignaud (40), teilte die Allianz am Montag mit. Die Allianz Österreich wird per Anfang 2018 in die Neuorganisation der CEE-Region einbezogen.
 
Littich leitet seit 2001 die österreichischen Allianz-Gesellschaften. Er begann seine Karriere als Banker und war in CA, GiroCredit und Erste Bank tätig. Ab Herbst 1997 war er Vorstand der Wiener Börse, im Frühjahr 2000 zog er in den Vorstand der Bank Austria ein. In Littichs Ära bei der Allianz Versicherung falle die Entwicklung einer innovativen Kern-IT, die jetzt Benchmark und Vorbild in der internationalen Allianz-Gruppe sei, heißt es in der heutigen Mitteilung. Dies dürfe als Weichenstellung für die heutige Digitalisierungsstrategie gelten.
 
Der neue Allianz-Österreich-Chef Vrignaud startete seine Karriere nach erfolgter Absolvierung seines IBWL-Studiums an den Universitäten Wien und Melbourne 2000 bei der Bank Austria im Bereich Treasury. 2001 wechselte er zur Allianz als Assistent von Vorstandschef Littich und übernahm infolge rasch Führungsverantwortung. 2012 wurde er Vorstandsvorsitzender der Allianz-Tiriac SA in Rumänien, die sich unter seiner Führung in wenigen Jahren zur Nummer eins am Markt entwickelt habe. Seit 2016 leitet Vrignaud das CEO-Office der Allianz SE. Abhängig davon, dass die Finanzmarktaufsicht keinen Einwand erhebe und von den erforderlichen Beschlüssen des Aufsichtsrats, übernehme Vrignaud am 25. August 2017 den Vorstandsvorsitz in den österreichischen Allianz-Versicherungsgesellschaften, so die Versicherung in ihrer heutigen Mitteilung.
 
Zum Jahresbeginn 2018 sollen diese Unternehmen in die Neuorganisation der Region Zentral- und Osteuropa (CEE) einbezogen werden. Die aktuell sieben Länder (Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Polen) umfassende Einheit erwirtschaftet einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro. Die Allianz Österreich werde mit einem Prämienaufkommen von 1,4 Mrd. Euro neues Flagship der Region. Derzeit ist Österreich im Allianz-Konzern der Region D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) zugeordnet.