18. März 2010 12:39
Die ÖIAG hat das Finanzministerium informiert, dass der Aufsichtsrat der
Österreichischen Post einen Beschluss herbeiführen wird, "den
am 15. März 2010 getroffenen Beschluss zur Erhöhung der
Aufsichtsratsvergütung (Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss) nicht der
Hauptversammlung vorzulegen".
In einem neuen Beschluss soll festgehalten werden, dass die Vergütung des
Aufsichtsrats der Österreichischen Post AG für das Jahr 2009 nicht angehoben
wird, sondern in unveränderter Höhe auf dem Niveau des Jahres 2008
verbleibt.
Im März hatte die Post, die mehrheitlich im Eigentum der Republik Österreich
steht, ihren Aufsichtsräten eine Gagenerhöhung versprochen. AR-Vorsitzender
Peter Michaelis hatte dadurch 45.000 statt 29.000 Euro im Jahr zugesprochen
bekommen. Dafür hat die ÖIAG breite Kritik aus der Politik geerntet. Zuletzt
hat Finanzminister Josef Pröll Michaelis in einem Brief nahegelegt, auf die
Erhöhung zu verzichten.
ÖIAG wollte auch im Telekom-AR höhere Gage
Die ÖIAG hatte geplant, wie in der Post auch in der Telekom Austria
die Vergütung der Aufsichtsräte substanziell zu erhöhen. Nachdem die
Erhöhung in der Post aufgrund massiver öffentlicher Kritik
zurückgenommen wurde, ist dieses Projekt auch in der Telekom Austria
abgeblasen worden. "Es wird definitiv keine Erhöhung geben", hieß es
am Abend aus dem Unternehmen.
2009 hätte Michaelis als Aufsichtsratsvorsitzender 40.000 Euro
erhalten, statt 30.000 im Jahr davor. Michaelis würde davon allerdings
nicht profitieren, da diese Einnahme mit seinem Gehalt in der ÖIAG
gegengerechnet würde. Sein Stellvertreter hätte 30.000 statt bisher
22.000 Euro bekommen, die anderen AR-Mitglieder 20.000 statt 15.000.
Zudem hätte die Teilnahme an Ausschusssitzungen nun für einfache
Mitglieder mit 10.000 Euro und für den Vorsitzenden mit 15.000
vergütet werden sollen - bisher gab es dafür kein Geld.
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