Europas Leitbörsen zu Mittag fester

Einheitlich

Europas Leitbörsen zu Mittag fester

Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zu Mittag einheitlich mit festeren Kursen tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.45 Uhr mit 6.320,90 Punkten und einem Plus von 26,32 Einheiten oder 0,42 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 21,0 Zähler oder 0,38 Prozent auf 5.623,56 Stellen.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 legte 11,95 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 2.814,62 Punkte zu.

Zinsentscheidung steht an
Vor der Zinsentscheidung in den USA am Abend hielten sich die Anleger zurück, sagten Börsianer. Moderat positiv sei die Vorgabe: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrials gewann 0,35 Prozent seit dem Handelsschluss am Montag und lässt zu Mittag einen erneut positiven Handelsstart an der Wall Street erwarten. Am Nachmittag brachte eine erfolgreich verlaufene Refinanzierung von Irland einen positiven Impuls. Die vier- und achtjährigen Staatsanleihen des stark verschuldeten Euro-Lands stießen auf robuste Nachfrage.

Der Rohstoffsektor stellte im breiter gefassten Stoxx-Europe-600 den europaweit stärksten Sektor dar. Händler konnten auf der Nachrichtenseite keine starken Impulse ausmachen, verwiesen aber darauf, dass noch Daten vom US-Immobilienmarkt am Nachmittag erwartet werden. Lafarge-Aktien legten in Paris 1,38 Prozent auf 42,69 Euro zu. ArcelorMittal stiegen um 1,55 Prozent auf 25,59 Euro. Schlechtester Sektor im Index waren dagegen die Immobilienwerte. Die Aktien des französischen Immobilieninvestors Gecina fielen 0,21 Prozent auf 84,00 Euro.

Für Bewegung sorgten weiterhin Finanztitel: Aktien der BNP Paribas waren mit plus 1,41 Prozent auf 55,44 Euro weiter am oberen Ende Euro-Stoxx-50 vertreten. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar, nachdem Goldman Sachs die Anteile an der französischen Großbank von "Neutral" auf "Conviction Buy" hochgestuft hatte.

UniCredit-Aktien büßten dagegen 0,67 Prozent auf 1,93 Euro ein, erholten sich damit aber deutlich von ihren Tagestief bei 1,86 Euro. Der Chef der italienischen Großbank, Alessandro Profumo, steht Informationen aus Kreisen zufolge kurz vor dem Rücktritt. Analysten von Cheuvreux sehen im Falle eines Rücktritts deutliche Risiken auf das italienische Institut zukommen, da neue Unsicherheiten über die Machtverteilung und Strategie drohten.

Nokia gaben weiter nach und lagen mit einem Minus von 3,43 Prozent auf 7,60 Euro an der Sohle des Euro-Stoxx-50. Der finnische Handyhersteller hat den Start seines neuen Smartphones N8 erneut verschoben, um noch letzte Anpassungen vorzunehmen, teilte der Konzern mit.

Pharmawerte waren auch weiterhin nicht gefragt. Roche-Papiere büßten 0,70 Prozent auf 142,80 Franken ein. Merck gaben 0,33 Prozent auf 71,96 Euro ab, obwohl der deutsche Chemie- und Pharmakonzern, nach eigenen Aussagen, für die Arzneimittelsparte Merck Serono für die kommenden zwei Jahre ein anhaltendes Wachstum erwarte.

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